Kanzel von Kriegsflugzeug vor Rügen geortet

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ARCHIV - Sturzkampfflugzeuge des Modells Junkers Ju 87 im Kampfeinsatz für die Deutsche Wehrmacht im Dezember 1940.

Sassnitz - Pioniertaucher der Bundeswehr treiben die Bergung eines Kampfflugzeuges aus der Ostsee vor Rügen voran. Nun wurde die Kanzel des Jets gefunden.

Wie der Sprecher des Militärhistorischen Museums Dresdens, Sebastian Bangert, sagte, legten sie die Maschine aus dem Zweiten Weltkrieg frei und stießen dabei auf die Kanzel der JU 87. Zudem bargen sie den eine Tonne schweren Motor, von dem sich die Bundeswehr Hinweise auf die bislang weitgehend rätselhaften Hintergründe des Absturzes erhofft.

Am Sonntag liefen die Bergungskräfte mit dem Seeschlepper "Spiekeroog" von Sassnitz aus, um weitere Großteile des Kampffliegers aus 18 Meter Wassertiefe zu bergen. Bei den seit einer Woche laufenden Arbeiten wurden weder Munition noch Waffen entdeckt. Auch Hinweise auf das Schicksal der Piloten fehlten zunächst.

Die JU 87 soll für die Ausstellung des Militärhistorischen Museums in Berlin-Gatow restauriert werden. Die als Sturzkampfflugzeug (Stuka) eingesetzte JU 87, von der zwischen 1937 und 1944 mehr als 5000 Stück produziert wurden, ist weltweit bisher nur in drei Museen zu sehen - in Chicago, London und Sinsheim. Mit seinem Exponat will das Museum historische Zusammenhänge veranschaulichen.

dpa

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