In Russland

Kapitän betrunken: Tote bei Schiffsunfall

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Der Kapitän soll Schuld haben an dem Unglück.

Moskau - Beim Zusammenstoß eines Ausflugsschiffs mit einem Lastkahn auf  sind in Sibirien mindestens vier Menschen getötet und etwa 46 verletzt worden. Schuld hatte wohl der Kapitän.

Nach dem Zusammenstoß eines Ausflugsschiffs mit einem Lastkahn auf dem Fluss Irtysch in Sibirien ist die Zahl der Toten auf sechs gestiegen. Zwei Passagiere seien ihren schweren Verletzungen erlegen, teilte die Ermittlungsbehörde in der Stadt Omsk rund 2500 Kilometer östlich von Moskau am Samstag der Agentur Interfax zufolge mit. 47 Menschen würden ärztlich behandelt, auch Kinder wurden verletzt.

Der Kapitän des Ausflugsschiffs „Polesje-8“ sei festgenommen worden, teilte die Polizei mit. Im Blut des 51-Jährigen sei eine Promille Blutalkohol festgestellt worden. Der Kapitän war mit dem Schiff vom Kurs abgekommen und hatte den Lastkahn ungebremst gerammt.

Die 21 Meter lange „Polesje-8“ wurde so schwer beschädigt, dass sie sofort evakuiert werden musste. Ein Amateurvideo im russischen Internet zeigte, wie das 1989 in Weißrussland gebaute Schiff mit schwerer Schlagseite im Irtysch trieb.

Spaziergänger hatten den Unfall vom Ufer aus beobachtet und die Rettungskräfte alarmiert. Etwa 20 Krankenwagen brachten die Verletzten dann schnell in Klinken. Der Irtysch bildet mit dem Unterlauf des Ob einen der längsten Flussläufe der Erde.

Flussfahrten gehören für viele Russen zum Urlaub. Dabei kommt es aber immer wieder zu schweren Unfällen. So waren vor gut zwei Jahren beim Untergang des maroden und völlig überladenen Ausflugsschiffs „Bulgaria“ auf der Wolga mehr als 120 Menschen ertrunken.

dpa

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