Kardinäle beraten über künftigen Papst

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Weißer Rauch symbolisiert die Wahl des Papstes.

Rom - Die Debatte über die Anforderungen an den neuen Papst ist im vollen Gange. Am Montag hielten die 115 zur Papstwahl nach Rom gereisten Kardinäle ihre letzten Vorgespräche.

Einen Tag vor Beginn des Konklaves zur Wahl des neuen Papstes haben sich die römisch-katholischen Kardinäle am Montag zum letzten Mal zu Vorgesprächen versammelt. Mehrere der Würdenträger kündigten in Rom Wortbeiträge bei dem Treffen hinter verschlossenen Türen an. Das wurde als Zeichen gewertet, dass die Debatte über die Anforderungen an das neue Oberhaupt der mehr als eine Milliarde Katholiken weltweit noch nicht abgeschlossen ist.

Der Beginn des Konklaves ist für Dienstag angekündigt. Dann sollen die 115 versammelten wahlberechtigten Kardinäle mehrmals am Tag über ein mögliches neues Oberhaupt der krisengeschüttelten katholischen Kirche abstimmen. Um Papst zu werden, benötigt ein Kandidat eine Zwei-Drittel-Mehrheit von 77 Stimmen. Der kanadische Kardinal Thomas Collins sagte auf dem Weg zu den Vorgesprächen am Montag: „Ja, morgen ist ein sehr wichtiger Tag in der Geschichte der Kirche.“

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Ein klarer Favorit für die Nachfolge des zurückgetretenen Papstes Benedikt XVI. war zunächst nicht auszumachen. Doch zirkulierte etwa eine Handvoll Namen. Dazu zählte der italienische Kardinal Angelo Scola, der als guter Manager gilt. Der Brasilianer Odilo Scherer scheint der Favorit der vatikanischen Kurie, zumal er Erfahrung mit der Kontrolle der vatikanischen Finanzen hat. Genannt wurden auch die amerikanischen Kardinäle Timothy Dolan und Sean O'Malley.

Falls sich in den ersten Abstimmungen des Konklaves nicht die nötige Mehrheit abzeichnet, könnten aber auch Überraschungskandidaten ins Spiel kommen, darunter der erst 55 Jahre alte Kardinal Luis Tagle, Erzbischof von Manila.

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Am Dienstagmorgen sollen die wahlberechtigten Kardinäle zunächst zusammen eine Messe im Petersdom feiern. Nach dem Mittagessen in einem Hotel sollen sie um 16.30 Uhr in einer Prozession mit gregorianischen Gesängen in die Sixtinische Kappelle einziehen. Anschließend leisten sie einen Eid der Geheimhaltung. Die Rauchschwaden vom Verbrennen der Stimmzettel eines ersten Wahlgangs könnten dann gegen 18.30 Uhr auftauchen. Schwarzer Rauch bedeutet: kein Papst. Weißer Rauch heißt, dass der 266. Papst gewählt wurde.

dpa

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