Tausende Schaulustige

Karfreitags-Kreuzigungen auf den Philippinen

+
In mehreren Dörfern nördlich von Manila lassen sich Menschen in Erinnerung an die Opfer Jesu ans Kreuz nageln.

Manila - Es ist ein Ritual, das die Kirche zwar kritisiert aber nicht unterbindet: Karfreitag haben sich auf den Philippinen wieder mehr als ein Dutzend Gläubige an Kreuze nageln lassen. Warum?

Mindestens 15 Gläubige haben sich in Erinnerung an die Leiden Jesu am Karfreitag auf den Philippinen vor tausenden Schaulustigen an Kreuze nageln lassen. Der Brauch hat in dem tief katholischen Land in Südostasien eine lange Tradition. Die Kirche ist eigentlich dagegen, wie Bischof Teodoro Bacani sagte: „Es gibt angemessenere Wege, für unsere Sünden zu büßen“, sagte er. „Aber wir verurteilen diese Menschen nicht.“

In den drei Ortschaften nördlich von Manila, die auf diese Art an die Kreuzigung Jesu erinnern, waren hunderte Menschen in Kostümen römischer Soldaten, in Maria-Gewändern oder als Jesus mit Kreuz und Dornenkronen unterwegs.

Schildermaler Ruben Enaje (56) ließ sich in San Pedro Cutud zum 31. Mal Nägel durch Hände und Füße treiben. Das Kreuz wurde anschließend aufgerichtet. Er blieb elf Minuten in dieser Haltung, deutlich mehr als sonst. „Ich habe auch für den Frieden in der Welt gebetet“, sagte er anschließend. Fischer Wilfredo Salvador (59), war zum zehnten Mal dabei. „Es ist meine Art, Gott für seine Hilfe zu danken“, sagte er.

History of annual re-enactment

Jährliches Ritual: Karfreitags-Kreuzigungen auf den Philippinen

Karfreitag haben sich auf den Philippinen wieder mehr als ein Dutzend Gläubige an Kreuze nageln lassen
Karfreitag haben sich auf den Philippinen wieder mehr als ein Dutzend Gläubige an Kreuze nageln lassen. © AFP
Karfreitag haben sich auf den Philippinen wieder mehr als ein Dutzend Gläubige an Kreuze nageln lassen.
Karfreitag haben sich auf den Philippinen wieder mehr als ein Dutzend Gläubige an Kreuze nageln lassen. © AFP
Karfreitag haben sich auf den Philippinen wieder mehr als ein Dutzend Gläubige an Kreuze nageln lassen.
Karfreitag haben sich auf den Philippinen wieder mehr als ein Dutzend Gläubige an Kreuze nageln lassen. © AFP
Karfreitag haben sich auf den Philippinen wieder mehr als ein Dutzend Gläubige an Kreuze nageln lassen.
Karfreitag haben sich auf den Philippinen wieder mehr als ein Dutzend Gläubige an Kreuze nageln lassen. © AFP
Jährliches Ritual: Karfreitags-Kreuzigungen auf den Philippinen
Jährliches Ritual: Karfreitags-Kreuzigungen auf den Philippinen © dpa
Jährliches Ritual: Karfreitags-Kreuzigungen auf den Philippinen
Jährliches Ritual: Karfreitags-Kreuzigungen auf den Philippinen © dpa
Karfreitag haben sich auf den Philippinen wieder mehr als ein Dutzend Gläubige an Kreuze nageln lassen.
Karfreitag haben sich auf den Philippinen wieder mehr als ein Dutzend Gläubige an Kreuze nageln lassen. © dpa

Jährliches Ritual: Karfreitags-Kreuzigungen auf den Philippinen

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.