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Karl Lauterbach wird Gesundheitsminister und das Netz dreht durch - die witzigsten Reaktionen

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Von: Ines Alberti

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Fotomontage von Karl Lauterbach und vier Screenshots aus den Sozialen Netzwerken.
Karl Lauterbach (SPD) soll in der neuen Ampel-Regierung den Posten des Gesundheitsministers übernehmen - und erntet viele Netz-Reaktionen. © Fotomontage: Jürgen Heinrich/imago, Screenshots Twitter/Instagram

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach kann sein Wissen nun in einem Ministeramt ausleben. Das Netz lässt diese Nachricht nicht kalt.

Berlin - „Er wird es“ - mit diesen Worten verkündete der designierte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) am Montag (06.12.2021) das, worauf viele gehofft, wovor sich aber auch einige gefürchtet haben dürften: Karl Lauterbach* wird Bundesgesundheitsminister. Seit Anbeginn der Pandemie gilt er als der Gesundheitsminister der Herzen, der täglich Studien zum Coronavirus einordnete, klare Ansagen machte und die Wissenschaft verteidigte - und unbeirrbar auf jene einredete, die nichts von strengen Corona-Maßnahmen wissen wollten. Das dürfte angesichts der hohen Infektionszahlen wohl erstmal so weitergehen.

Im Gegensatz zum fachfremden bisherigen Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ist SPD-Mann Lauterbach promovierter Mediziner und kann - passend zu den derzeitigen Herausforderungen - eine Spezialisierung auf Epidemiologie vorweisen. Bis er 2005 in den Bundestag einzog, leitete er das Institut für Gesundheitsökonomie und Klinische Epidemiologie (IGKE) der Universität zu Köln. Er lehrt außerdem an der Eliteuniversität Harvard in den USA.

Karl Lauterbach (SPD) wird Gesundheitsminister: Reaktionen aus dem Netz

Die SPD hatte sich mit der Nominierung ihrer Ministerinnen- und Minister deutlich länger Zeit gelassen, als es die Koalitionspartner Grüne und FDP getan haben. Dort war bereits, kurz nachdem der Koalitionsvertrag fertiggestellt war, klar, dass etwa Christian Lindner (FDP) Finanzminister werden und das Wirtschafts- und Klimaministerium Robert Habeck (Grüne) zufallen soll (die Aufteilung der Ministerien im Überblick). Die Reaktionen darauf waren jedoch kaum mit jenen vergleichbar, die nach der gestrigen Verkündung das Netz fluteten. Dass Karl Lauterbach Gesundheitsminister werden soll, schlug hohe Welle. Neben Glückwünschen und Kritik, da er auch als polarisierend gilt, sorgte die Entscheidung für zahlreiche witzige Reaktionen. Wir haben einige zusammengestellt:

1. Der Comedy-Autor Lutz van der Horst etwa erwähnte auf Twitter den Völklinger Ortsteil Lauterbach und kommentierte: „Schlimm, wie die Stadt Völklingen auf den Erfolgszug aufspringt.“

Lutz van der Horst Karl Lauterbach
Der Comedy-Autor Lutz van der Horst nahm den Ortsteil Lauterbach der saarländischen Stadt Völklingen aufs Korn. © Screenshot: Twitter/Lutz van der Horst

2. Noch vor wenigen Tagen hatte der erneute Kandidat für den CDU-Vorsitz, Friedrich Merz, kritisiert, dass Lauterbach nicht Gesundheitsminister werde. Gerüchten zufolge gab es in der SPD Überlegungen, den Posten mit einer Frau zu besetzen. Merz nutzte das, um der Partei zu unterstellen, Geschlecht zähle mehr als Kompetenz. Allerdings wurde er einige Tage später eines Besseren belehrt, was der designierte SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert angesichts der neuen Entwicklung mit einem trockenen „Düdüm“ kommentierte.

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Kevin Kühnert (SPD) kontert Friedrich Merz (CDU), nachdem Karl Lauterbach als neuer Gesundheitsminister vorgeschlagen wurde. © Screenshot: Twitter/Friedrich Merz

3. Auch die ZDF-Satiresendung „heute-show“ konnte sich einen bissigen Kommentar zu Lauterbach als Gesundheitsminister nicht verkneifen:

Die Satiresendung „heute-show“ über die Nominierung von Karl Lauterbach als Gesundheitsminister.
Die Satiresendung „heute-show“ über die Nominierung von Karl Lauterbach als Gesundheitsminister. © Screenshot: Twitter/ZDF heute-show

4. Das NDR-Satiremagazin „extra3“ mokierte sich über Lauterbachs ausgeprägte Präsenz in Talkshows zum Thema Corona-Pandemie - eine Beschäftigung, für die er als Minister wohl keine Zeit mehr haben dürfte. Und die Talkshows müssen sich auf die Suche nach einem neuen Experten machen.

5. Auf diesen Zug springt auch das Satire-Portal „Postillon“ mit der Schlagzeile „ARD nimmt ‚Maischberger‘, ‚hart aber fair‘ und ‚Anne Will‘ aus dem Programm, weil Lauterbach bald keine Zeit mehr hat“ auf.

6. Auf Instagram kursieren bereits zahlreiche Memes zu Lauterbach als Endgegner des Coronavirus:

7. Memes wie die oben erwecken den Eindruck einer hohen Erwartungshaltung an den künftigen Gesundheitsminister. Doch davor warnt der ehemalige SPD-Politiker Christopher Lauer. Auch Lauterbach werde nicht alles perfekt machen, doch man solle ihn mit seinem Vorgänger vergleichen:

Der ehemalige SPD-Politiker Christopher Lauer warnt davor, zu hohe Erwartungen an den künftigen Gesundheitsminister Karl Lauterbach zu haben.
Der ehemalige SPD-Politiker Christopher Lauer warnt davor, zu hohe Erwartungen an den künftigen Gesundheitsminister Karl Lauterbach zu haben. © Screenshot: Twitter/Christopher Lauer

8. Robert Fietzke, Jugendkoordinator bei der Linken in Sachsen-Anhalt, bezieht sich ebenfalls auf den scheidenden Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und fragt auf Twitter: „Könnt ihr die Tränen auch hören, die gerade Jens #Spahn nachgeweint werden? Ich auch nicht.“ *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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