Nach Tief Eberhard machen Franz und Gebhard weiter

Wieder Sturm in und um Kassel: Wind, Schnee und Gewitter durch neue Tiefdruckgebiete

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Grau, kalt und ziemlich ungemütlich: Nach Sturmtief Ebderhard zeigt sich das Wetter erneut von seiner schlechten Seite. Sturmböen, Gewitter, Schnee und Regen kommen mit den Tiefdruckgebieten Franz und Gebhard auf Nordhessen und Südniedersachsen zu.

Nach Sturmtief Eberhard hat der Dienstag eine Atempause geboten. Doch schon in der Nacht zu Mittwoch ist es in Nordhessen und Südniedersachsen mit Franz wieder richtig stürmisch geworden.

Aktualisiert am 13. März 2019 - Nur kurz nach Eberhard geht es in der Region schon wieder weiter: Zwei Sturmtiefs wollen sich als Nachfolger einen Namen machen.

Sturmtief Franz: Schnee auf dem Brocken und Sturmböen am Mittwoch

Tiefdruckgebiet Franz ist angekommen: Die Nacht zum Mittwoch war laut Deutschem Wetterdienst (DWD) kühl, nass und stürmisch. In und um Kassel - insbesondere in höheren Lagen - gab es Schneefall. Die Temperaturen sanken stark in Richtung Gefrierpunkt. Der DWD warnte deswegen vor Glätte auf den Straßen. 

Im südniedersächsischen Harz kommt es zu Schneefall. Orkanartige Böen werden vom DWD auf dem Brocken - dem höchsten Berg im Harz - erwartet. Auf dem Brocken lag am Mittwochmorgen eine Schneeschicht. Für das gesamte Harzer Bergland gab es nach Tief Eberhard am Mittwoch eine neue Unwetterwarnung.

Sturmböen am Mittwoch: Verletzungsgefahr

Der Wind wurde in und um Kassel sowie Göttingen im Laufe der Nacht zu Mittwoch immer stärker - bis auf ein kurzes Zeitfenster. Es begann mit starken Böen in den höheren Lagen. Später war dann auch das Flachland betroffen. Sturmböen treten immer wieder auf. Die Feuerwehr warnt: Es besteht in Nordhessen und Südniedersachsen die Gefahr, von umfallenden Bäumen oder herabfallenden Ästen verletzt zu werden. 

Im Laufe des Mittwochs liegt die Niederschlagswahrscheinlichkeit in Göttingen und Northeim bei 70 bis 80 Prozent. Im Verlauf des Tages hält der starke Wind in der gesamten Region an. Es kann auch vereinzelt zu Gewittern kommen. In Nordhessen bekommt zwischenzeitlich die Sonne eine Chance sich zu zeigen.

Südhessen ist stärker vom neuen Sturmtief Franz betroffen als Nordhessen. Schwere Sturmböen und Schnee sind laut DWD ab einer Höhe von 500 und 700 Metern zu erwarten.

Sturmtief Gebhard: Donnerstag bleibt windig

Schwächer wird der Wind erst wieder am Mittwochabend. Trotzdem bleibt es auch am Donnerstag ziemlich windig - stürmische Böen kommen laut DWD immer wieder auf. Es beginnt mit kurzen Gewittern. Regenschauer halten dann länger an. Dafür sorgt Tief Gebhard. In der gesamten Region ist mit 7 bis 8 Grad am Tag zu rechnen. Auf dem Hohen Gras ist Schneefall möglich.

Lesen Sie auch: Nach Sturm - Schäden schnellstmöglich der Versicherung melden

Schäden durch Sturm Eberhard in Kassel und Umgebung

Am Wochenende wütete Sturmtief Eberhard in der Region. Knapp 300 Einsätze gab es für Feuerwehr und Polizei allein in Stadt und Kreis Kassel. Auch am Dienstag lag noch keine Schätzung für eine umfassende Schadenshöhe vor. Die größten Probleme in der Übersicht:

  • umgestürzte Bäume
  • abgedeckte Dächer
  • abgebrochene Äste
  • umgewehte Werbetafeln
  • umgewehte Schilder
  • kein TV-Empfang
  • blockierte Zugstrecken und liegengebliebene Züge

In der Nacht zu Dienstag gab es keine weiteren wetterbedingten Einsätze für die Polizei in Kassel. Laut Polizeisprecher Matthias Mänz gab es am Montagabend gegen 21 Uhr einen letzten Einsatz in Baunatal. Dort war ein Baum auf die Friedrich-Ebert-Allee gestützt und musste entfernt werden.

Eine Übersicht zu den Sturmschäden, die Eberhard in Nordhessen und Südniedersachsen hinterlassen hat, gibt es in diesem Artikel: 

Sturm in und um Kassel - Enorme Schäden, Bahnstrecken gesperrt

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