Nummer 38 in Deutschland

Kassels Bergpark ist jetzt Weltkulturerbe

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Deutschland hat mit dem Kasseler Bergpark Wilhelmshöhe sein 38. Weltkulturerbe.

Kassel - Der Kasseler Bergpark Wilhelmshöhe steht jetzt als 38. deutsche Welterbestätte auf der begehrten Unesco-Liste, ebenso knapp zwei Dutzend weitere einzigartige Natur- und Kulturstätten weltweit.

Deutschland hat mit dem Kasseler Bergpark Wilhelmshöhe sein 38. Weltkulturerbe. Experten aus aller Welt würdigten den Park mit der Herkules-Skulptur und den Wasserspielen am Sonntag als beeindruckendes Beispiel der Baukunst im europäischen Absolutismus. Das Welterbekomitee der UN-Kulturorganisation schrieb außer dem Bergparkt fast zwei Dutzend weitere Natur- und Kulturstätten weltweit in die begehrte Liste ein. 2014 will Deutschland sich mit dem mehr als 1200 Jahre alten ehemaligen Benediktinerkloster Schloss Corvey bei Höxter in Nordrhein-Westfalen bewerben.

„Die Freude ist groß“, sagte Gerd Weiss, Präsident des hessischen Landesamtes für Denkmalpflege, in Phnom Penh. „Kassel ist damit nicht mehr nur als Documenta-Stadt bekannt, die alle fünf Jahre die aktuelle Kunstszene anzieht, sondern wird ein Treffpunkt für Leute, die an der Landschafts- und Gartenarchitektur interessiert sind.“ Die Aussprache von „Wilhelmshöhe“ war für den kambodschanischen Vorsitzende des Komitees eine Herausforderung: Er ließ den Hammer schließlich zugunsten des Antrags „Wilmschöh“ fallen.

Deutschlands UNESCO Welterbestätten

Deutschland: 34 UNESCO Welterbestätten
Industriekomplex Zeche Zollverein: Die Zeche Zollverein ist ein repräsentatives Beispiel für die Entwicklung der Schwerindustrie in Europa. © dpa
Die Wasserspiele unterhalb des Herkules im Bergpark Wilhelmshoehe in Kassel (Hessen),
Die Wasserspiele unterhalb des Herkules im Bergpark Wilhelmshoehe in Kassel (Hessen). © dpa
Das Markgräfliche Opernhaus Bayreuth wird 2012 neu ins Welterbe aufgenommen. © dapd
Deutschland: 34 UNESCO Welterbestätten  Unesco
Das Welterbekomitee hat 2011 die Harzer Wasserwirtschaft zum Kulturwelterbe erklärt, ein ausgeklügeltes System kleiner Stauseen, Gräben und Stollen, das den Bergleuten zur Energieerzeugung diente. © dpa
Deutschland: 34 UNESCO Welterbestätten
Mit dieser Anlage wurde die Entnahme von Betriebswasser aus dem Teich für die Wasserräder der Bergwerke, Pochwerke und Hütten geregelt. © dpa
Goslar
Dies gilt aber nicht als neue Welterbestätte, sondern als Erweiterung der Welterbestätte “Bergwerk Rammelsberg und Altstadt von Goslar“, die bereits seit 1992 zum Unesco-Welterbe gehört. © dpa
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Aachener Dom: Der um 790 bis 800 erbaute Dom ist bau- und kunstgeschichtlich von universeller Bedeutung und eines der großen Vorbilder religiöser Architektur. © dpa
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Die Altstadt von Bamberg repräsentiert in einzigartiger Weise die auf frühmittelalterlicher Grundstruktur entwickelte mitteleuropäische Stadt. © dpa
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Schloss Augustusburg in Brühl gilt als Meisterwerk des Rokoko. © dpa
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Ebenso im Rokkokostil das Schloss Falkenlust in Brühl. © dpa
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Sechs Siedlungen der Berliner Moderne gehören in die Liste des Welterbes. Hier idide Wohnstadt Carl Legien (Prenzlauer Berg), 1928-30 erbaut von Bruno Taut und Franz Hillinger. © dpa
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Muskauer Park: Gartenkunstwerk wurde von Prinz Hermann von Pückler-Muskau 1815 bis 1844 angelegt. © dpa
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Rathaus und Roland in Bremen: Das Rathaus wurde Anfang des 15. Jahrhunderts im gotischen Stil erbaut und im frühen 17. Jahrhundert im Stil der Weser-Renaissance renoviert. © dpa
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Das Bauhaus und seine Stätten in Dessau und Weimar. © dpa
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Beispielhaft für die Weimarer Bauhaus-Architektur ist das "Haus am Horn", das nach einem Entwurf von Georg Muches 1923 als Musterhaus realisiert wurde. © dpa
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Gartenreich Dessau-Wörlitz © dpa
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Grube Messel: Die Fossillagerstätte Grube Messel bei Darmstadt gibt einzigartigen Aufschluss über die frühe Evolution der Säugetiere. © dpa
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Dom und St. Michael zu Hildesheim: Der Dom und die... © dpa
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...ehemalige Benediktinerabteikirche St. Michael legen ein außergewöhnliches Zeugnis von der religiösen Kunst im Heiligen Römischen Reich ab © dpa
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Klassisches Weimar © dpa
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Kloster Lorsch zwischen Worms und Darmstadt © dpa
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Kloster von Maulbronn:Die 1147 gegründete Anlage bildet ein ungewöhnliches Bild der Geschlossenheit. © dpa
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Klosterinsel Reichenau: Die Klosterinsel Reichenau im Bodensee ist ein herausragendes Zeugnis von der religiösen und kulturellen Rolle eines großen Benediktinerklosters im Mittelalter. © dpa
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Kölner Dom: Der Kölner Dom, erbaut von 1248 bis 1880, gilt als Meisterwerk gotischer Architektur. In der gesamten Bauzeit wurden die originalen Baupläne nicht verändert. © dpa
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Der obergermanisch-rätische Limes © dpa
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Altstadt von Lübeck: Die Stadt wurde 1143 gegründet und 1159 unter Heinrich dem Löwen in den bis heute fortwirkenden Grundlinien angelegt. © dpa
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Luthergedenkstätten in Eisleben und Wittenberg © dpa
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Berliner Museumsinsel © dpa
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Kulturlandschaft Oberes Mittelrheintal © dpa
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Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin © dpa
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Quedlinburger Altstadt: Mit seinen rund 1300 Fachwerkhäusern aus sechs Jahrhunderten und einer Reihe von Jugendstilbauten gilt Quedlinburg als eines der größten Flächendenkmäler Deutschlands. © dpa
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Altstadt von Regensburg mit Stadtamhof: Regensburg war im Hohen Mittelalter ein politisches Zentrum des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation und ein blühendes europäisches Handelszentrum. © dpa
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Dom zu Speyer: Der Dom zu Speyer ist auch in seinen Abmessungen das größte Denkmal seiner Zeit. Die salischen Kaiser machten ihn zu ihrer Grablege. Maria und dem heiligen Stephan geweiht, wurde der Dom in zwei großen Bauphasen von 1025 bis 1061 und 1082 bis 1106 errichtet. © dpa
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Stralsund und Wismar: Die Altstädte von Stralsund und Wismar repräsentieren idealtypisch die entwickelte Hansestadt während der Blütezeit des Städtebundes im 14. Jahrhundert. © dpa
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Römerbauten, Dom und Liebfrauenkirche in Trier: Trier, im Jahre 16 v. Chr. als "Augusta Treverorum" gegründet, ist die älteste Stadt Deutschlands. © dpa
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Völklinger Eisenhütte: Die Völklinger Hütte steht für ein Jahrhundert Geschichte von Arbeit und Stahl. 1873 wurde sie vom Kölner Ingenieur Julius Buch gegründet. © dpa
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Wartburg: Martin Luther übersetzte hier das Neue Testament. Die Wartburg ist ebenso mit dem Sängerkrieg, der heiligen Elisabeth und dem Fest der Burschenschaften 300 Jahre nach der Reformation verbunden © dpa
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Wattenmeer: Das Wattenmeer ist eines der weltweit größten und wichtigsten gezeitenabhängigen Feuchtbiotope und hat als Rastgebiet für Zugvögel globale Bedeutung. © dpa
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Wallfahrtskirche "Die Wies": Die Wallfahrt zu einem wundertätigen Bildwerk war für den Prämonstratenserabt von Steingaden Anlass, ein glanzvolles Heiligtum zu errichten. Die Bauarbeiten begannen 1745 unter Leitung des berühmten Architekten Dominikus Zimmermann. © dpa
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Residenz Würzburg: Die Würzburger Residenz wird als das einheitlichste und außergewöhnlichste aller Barockschlösser betrachtet. Zwischen 1740 und 1770 ausgestattet und zwischen 1765 und 1780 mit prachtvollen Gärten versehen, veranschaulicht sie einen der strahlendsten Fürstenhöfe Europas. © dpa

Die Treuhänder von Welterbestätten verpflichten sich, das Gelände zu erhalten und zu schützen und müssen regelmäßig über ihre Anstrengungen berichten. Das Elbtal bei Dresden wurden 2009 wegen des Baus der Waldschlösschenbrücke aus dem Welterbe gestrichen.

Welterbe-Weltmeister Italien war am Wochenende gleich mit zwei Auszeichnung erfolgreich: die Villen, die die Familie Medici zwischen dem 15. und dem 17. Jahrhundert rund um Florenz bauen ließ, wurden ebenso als Welterbe anerkannt wie der Vulkan Ätna. Kein Land hat so viele Welterbestätten wie Italien: 49. Auf den Plätzen folgen China und Spanien, dahinter Frankreich, Deutschland und Mexiko. Ägypten hat sieben Welterbestätten, Griechenland 17, und die USA haben 21. In Deutschland gehören der Aachener Dom und die Museumsinsel in Berlin sowie die Zeche Zollverein in Essen dazu. Die Liste umfasst insgesamt 981 Stätten in mehr als 150 Ländern.

Auch der einstige Sitz des Schahs in der iranischen Hauptstadt Teheran, der Golestan-Palast wird Welterbe. Dort wurde der 1979 vertriebene Schah Mohammed Reza Pahlavi 1941 gekrönt und dort heiratete er seine Frau Soraya. In Nordkorea wurde die alte Königshauptstadt Kaesong aus dem 10. Jahrhundert als Welterbe ausgezeichnet und auf der Halbinsel Krim in der Ukraine die einstigen griechischen Kolonien um Chersones aus dem 5. Jahrhundert vor Christus. Am Samstag hatten es unter anderem der Vulkan Fuji in Japan, die Reisterrassen in der chinesischen Provinz Yunnan und die Altstadt von Agadez in Niger auf die Liste geschafft.

dpa

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