Tragischer Unfall

Kastanie erschlägt Frau: Stadtmitarbeiter schuld?

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Die Frau wurde von einer 18 Meter hohen Kastanie erschlagen.

Trier - Der tragische Tod einer Frau in Trier, die von einer umgestürzten Kastanie erschlagen wurde, könnte für einen 53 Jahre alten Angestellten der Stadt ein juristisches Nachspiel haben.

Der Angestellte der Stadt soll wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung eine Geldstrafe zahlen. Das sieht ein Strafbefehl vor, den die Staatsanwaltschaft nach einer Mitteilung vom Mittwoch beantragt hat. Im November vergangenen Jahres stürzte eine rund 18 Meter hohe Kastanie auf eine Straße, erschlug die 70 Jahre alte Fußgängerin und verletzte einen Mann schwer.

Der Sachgebietsleiter aus dem Grünflächenamt entscheidet auf Basis einer Untersuchung darüber, ob ein beschädigter Baum gefällt wird oder nicht. Dies hatte er bei der 90 Jahre alten Kastanie versäumt. Laut Staatsanwaltschaft sei der Baum von einem Pilz von innen zersetzt worden. Die genaue Höhe der geforderten Strafe nannte die Behörde nicht. Sie soll in 90 Tagessätzen gezahlt werden. Insgesamt entspreche sie etwa drei Monatsgehältern des Angestellten, hieß es.

Rückblick: Bilder vom Unglücksort

Umstürzender Baum erschlägt Passantin

In Trier werden die rund 30 000 Bäume auf öffentlichem Gelände nach Angaben der Stadt einmal im Jahr einer Sichtprüfung unterzogen und bei Gefahr sofort gefällt.

dpa

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