Hat die Mutter ihr Baby zu Tode geschüttelt?

Lauchhammer - Das im brandenburgischen Lauchhammer aufgefundene Baby ist nach Angaben der Ermittler eines nicht natürlichen Todes gestorben.

Ein in Brandenburg aufgefundenes Baby ist nach einem Unfall oder aber gewaltsam gestorben. Die Ermittlungen gingen in alle Richtungen, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Cottbus am Dienstag. “Es kann Totschlag gewesen sein, fahrlässige Tötung oder Körperverletzung mit Todesfolge.“ Einen Bericht der “Bild“-Zeitung (Mittwoch), nach dem das gut drei Monate alte Mädchen an einem schweren Schädel-Hirn-Trauma starb, bestätigte sie nicht. Die Kriminalpolizei leitete ein Ermittlungsverfahren gegen die Mutter wegen des Verdachts auf Totschlag ein. Die Frau, die Anfang 30 ist, sei aber weiterhin auf freiem Fuß.

Die Mutter habe in der Nacht zum Sonntag in der Wohnung in Lauchhammer im Süden Brandenburgs bemerkt, dass ihr Baby röchele, berichtete die Sprecherin. Bei dem Kind sei ein Herzstillstand eingetreten und die Atmung habe ausgesetzt. “Die Frau hat dann die Nachbarn informiert, die einen Notarzt benachrichtigten.“

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Wie die “Bild“-Zeitung schreibt, soll die Mutter in der Vernehmung angegeben haben, ihr Kind “intensiv geschüttelt“ zu haben. Dann habe sie es “grob in die Babyschale“ geschubst. Dazu wollte die Staatsanwaltschaft mit Hinweis auf die laufenden Ermittlungen nichts sagen. “Die Staatsanwaltschaft hat nach der Vernehmung der Frau keinen Haftantrag gestellt, weil wir keine Anhaltspunkte für einen dringenden Tatverdacht gegen sie haben“, sagte die Sprecherin. Die Mutter habe noch zwei weitere Kinder.

Die Familie soll nach einem Bericht der “Lausitzer Rundschau“ vom Dienstag schon längere Zeit vom Jugendamt des Landkreises betreut worden sein. Dazu wollte sich eine Sprecherin der Kreisverwaltung in Senftenberg nicht äußern.

dpa

Rubriklistenbild: © dapd

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