Nach Minenunglück in Chile

Kein Schadenersatz für verunglückte Bergleute

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Ein Bild, das um die Welt ging: Eine Gruppe verschütteter Bergarbeiter in der San Jose Mine, die am 17.09.2010 in die Videokamera winken.

Santiago - 70 Tage lang waren 33 Bergleute in der Atacama Wüste in Chile unter Tage gefangen - für den Einsturz in der Kupfermine 2010 wird aber niemand zur Verantwortung gezogen.

Die chilenische Staatsanwaltschaft schloss ihre dreijährigen Ermittlungen am Donnerstag ab, ohne Anschuldigungen zu formulieren. Dafür gebe es nicht genug Gewissheit über das Unglück, so die Behörde.

Die Betroffenen Bergleute zeigten sich empört. „Es wird Zeit, in diesem Land die Wahrheit zu erzählen, über den ganzen Schmerz, den sie uns zugefügt haben“, sagte der betroffene Minenarbeiter Mario Sepúlveda der Zeitung „El Mostrador“. Dass sie Millionäre seien, dass man sie entschädigt habe - dies sei „alles falsch, alles Lüge“.

Das Minenunglück in Chile

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Die Männer waren nach ihrer Rettung am 13. Oktober als Helden gefeiert worden. Sie hatten gemeinsam in Ungewissheit und Hunger in 700 Metern Tiefe ausgeharrt - in den ersten 17 Tagen völlig ohne Kontakt zur Außenwelt und mit äußerst knapper Verpflegung. Wochenlang hatten Rettungskräfte dann den Kontakt zu den Verschütteten gehalten, bevor sie sie an die Erdoberfläche bringen konnten. „Es ist extrem schmerzhaft, dass es keine Verantwortlichkeit für die Minenbesitzer gibt, die fahrlässig handelten, weil die Mine Probleme hatte“, sagte die sozialistische Senatorin Isabel Allende.

dpa

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