Mitarbeiter fast gefeuert

PR-Fiasko für McDonald's: Burger-Verbot für Obdachlose

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Eine McDonald's-Filiale drohte Mitarbeitern mit Rauswurf, die Obdachlosen ihre Fastfood-Ration schenken wollten. Foto: Oliver Berg/Archiv

Hyères - Weil er seinen angeknabberten Burger einem Obdachlosen gab, drohte einem McDonald's-Mitarbeiter die Kündigung. Erst als der Fall publik wurde, ruderte die Zentrale des Fastfood-Riesen zurück.

Mit der Weitergabe seiner eigenen Ration soll ein Angestellter der Fastfood-Kette in der Mittelmeerstadt Hyères östlich von Marseille einen Streit zwischen zwei Obdachlosen geschlichtet haben. Die Leitung der Filiale untersagte den Angestellten daraufhin per Aushang im Restaurant, Fastfood an Clochards weiterzugeben. "McDonald's ist nicht dazu berufen, alle Hungernden der Gegend zu ernähren", hieß es auf dem Zettel. Mögliche Sanktionen für Mitarbeiter: Rauswurf.

Thomas Laurenceau, Chefredakteur des Verbrauchermagazins "60 millions" twitterte ein Foto des Aushangs, das per Social Media weiter verbreitet wurde.

Die McDonald's-Zentrale reagierte, ebenfalls online: Es sei "in keiner Weise" Vorgabe des Konzerns, die Bedienung von Obdachlosen zu verweigern.

In der Filiale in Hyères verschwand der Aushang.

"60 millions" dokumentierte zudem eine Entschuldigung des Konzerns. Das Verbrauchermagazin monierte aber, McDonald's Frankreich habe nicht beantwortet, ob Angestellte ihre kostenlosen Hamburger mit Bedürftigen teilen dürften.

dpa

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