Keine Stierkämpfe mehr in Katalonien

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Letzer Stierkampf in Barcelona: In Katalonien gingam 25. September 2011,zum letzten Mal wurden am Sonntag in der Arena Stiere getötet.

Barcelona - Stierkämpfe gehören in Katalonien der Vergangenheit an. Gut drei Monate vor Inkrafttreten eines Verbots sind in der nordostspanischen Region zum letzten Mal Stiere in der Arena getötet worden.

Der Torero José Tomás, Spaniens populärster Stierkämpfer, wurde bei der letzten “Fiesta“ am Sonntag in der Arena “La Monumental“ in Barcelona von fast 20 000 Zuschauern begeistert gefeiert. Der Katalane Serafín Marín gab dem letzten der sechs Stiere den Todesstoß.

Katalonien ist nach den Kanarischen Inseln die zweite Region Spaniens, die ein Stierkampf-Verbot verhängt.

Mit dem Stierkampf in Barcelona ging die diesjährige Saison zu Ende. Danach tritt am 1. Januar 2012 in der wirtschaftsstärksten Region Spaniens das Verbot in Kraft, das vor einem Jahr verabschiedet wurde. Tierschützer begrüßten bei einer Kundgebung vor der Arena die neue Gesetzgebung. Anhänger der “Fiesta“ wiesen das Stierkampfverbot dagegen als eine Einschränkung der Freiheit zurück. Ein starkes Polizeiaufgebot verhinderte Auseinandersetzungen zwischen beiden Seiten.

Der Stierkampf geht in Katalonien - wie in anderen Teilen Spaniens - auf eine jahrhundertealte Tradition zurück. Allerdings verlor er in der Region in den vergangenen Jahrzehnten stark an Bedeutung. Die Arena in Barcelona aus dem Jahr 1916 war zuletzt die einzige in der Region, die noch in Betrieb war.

Beim letzten Stierkampf war “La Monumental“ bis auf den letzten Platz ausverkauft. Davor waren die Ränge der Arena bei Kämpfen häufig nicht einmal zur Hälfte gefüllt gewesen. Andere katalanische Städte wie Gerona, Figueras oder Lloret de Mar ließen ihre Arenen schon vor Jahren abreißen, weil sich kaum jemand für die Kämpfe interessierte.

dpa

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