Botschaft an eine Zukunfts-Mama

Video: Kinder Mit Down-Syndrom wollen werdender Mutter die Angst nehmen

Eine werdende Mutter erfährt, dass ihr ungeborener Sohn das Down-Syndrom hat. Sie bekommt Angst, will wissen, was für ein Leben auf ihr Kind wartet. Sie schreibt eine Email an eine Selbsthilfeorganisation und bekommt als Antwort ein ergreifendes Video von 15 Kindern und Jugendlichen mit Down-Syndrom.

"Liebe Zukunfts-Mama" lautet der Titel des Kurzfilms, den die italienische Selbsthilfegruppe Coor Down zum neunten Welt-Welt-Down-Syndrom-Tag am 21. März produziert hat. Knapp zwei Millionen Menschen haben ihn bereits auf der Internet-Plattform Youtube angeschaut. Er beginnt mit dem Text aus der Email der besorgten Mutter: 

"Ich erwarte einen Sohn und habe erfahren, dass er das Down-Syndrom hat. Ich habe Angst. Was für ein Leben wird mein Kind haben?"

Hintergrund: Was ist das Down-Syndrom?

Beim Down-Syndrom liegt durch eine Genommutation das gesamte 21. Chromosom oder Teile davon dreifach vor. Daher lautet eine weitere übliche Bezeichnung Trisomie (Griechisch für dreierlei) 21. Menschen mit Down-Syndrom weisen in der Regel typische körperliche Merkmale auf und sind in ihren kognitiven Fähigkeiten meist so beeinträchtigt, dass sie geistig behindert sind. (mhs)

Eine Antwort auf diese Frage liefern dann die 15 Kinder und Jugendliche aus aller Welt, die das Down-Syndrom haben. Im Video machen sie der werdenden Mutter mit ihren Worten Mut:

“Liebe Zukunfts-Mama,

hab’ keine Angst! Dein Sohn wird viele Dinge tun können. Er wird Dich umarmen können. Er wird in Deine Arme laufen können. Er wird sprechen können und Dir sagen, dass er Dich liebt.

Er wird zur Schule gehen können, so wie jedes andere Kind. Er wird schreiben lernen und in der Lage sein, Dir einen Brief zu schicken, wenn er eines Tages vielleicht weit von Dir entfernt sein sollte. Denn natürlich wird er auch reisen können.

Er wird seinem Vater helfen können, sein Fahrrad zu reparieren. Er wird arbeiten können und sein eigenes Geld verdienen. Und mit dem Geld kann er Dich zu einem Abendessen einladen, oder sich eine eigene Wohnung mieten, um dort zu leben. Manchmal wird es schwierig für Dich sein. Sehr schwierig. Fast unmöglich. Aber ist es das nicht für alle Mütter?

Liebe Zukunfts-Mama, Dein Kind kann glücklich sein. So wie ich es bin. Und auch Du wirst glücklich sein!“

Weltweit wollen Organisationen am Welt-Down-Syndrom-Tag Aufmerksamkeit für die Belange von Menschen mit Down-Syndrom schaffen. Zu diesem Zweck entstand auch ein weiteres Video, das ein Kölner Paar, das eine Tochter mit Down-Syndrom hat, produziert hat.

Der Film zeigt Menschen mit Down-Syndrom, die zum Musik-Hit "Happy" des amerikanischen Künstlers Pharrell Williams tanzen. Das Video soll zeigen, dass Menschen mit Down Syndrom und Handicap auch glücklich sind. Dass sie lachen, tanzen, Freude haben, begabt sind und nicht unter etwas "leiden".

Von Moritz Schäfer

Rubriklistenbild: © Screenshot Youtube

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.