Kinder heizen Schule mit ihrer Körperwärme

Lübtheen - Ein neues Schulzentrum in Mecklenburg-Vorpommern wird allein mit Erd- und Körperwärme beheizt. Das Gebäude in Lübtheen (Kreis Ludwigslust) wurde als sogenanntes Passivhaus entworfen.

"Es ist von außen gut isoliert, wie eine Thermoskanne", erklärte Bauamtsleiter Frank Wein. "Die meiste Energie liefern die Kinder." Bevor sie morgens kommen, wird die Schule mit Erdwärme aus einer gut 120 Meter tiefen Bohrung über eine Wärmepumpe beheizt. Am Tage komme die Eigenwärme der Kinder und Lehrer hinzu, sagte Wein.

"Ein Schulgebäude ohne Heizkosten gibt es in ganz Deutschland noch nicht", sagte Innenminister Lorenz Caffier (CDU) am Mittwoch. Der Luftaustausch erfolgt über ein System ohne Öffnen der Fenster. Den Strom für die Wärmepumpe und die Beleuchtung im Haus liefern Photovoltaikanlagen auf dem Dach. Wein zufolge gibt es in Deutschland einige Passivhaus-Schulen, nach seinem Wissen aber keine, die ganz ohne fossile Brennstoffe auskommt.

Der gesamte Bau, für den eine 130 Jahre alte Grundschule saniert und eine Plattenbauschule aus DDR-Zeit umgebaut wurden, werde noch in dieser Woche beendet, sagte Wein. Die offizielle Eröffnung ist am 17. Juni geplant. Die Baukosten liegen bei 4,7 Millionen Euro. Davon übernimmt die EU den Angaben zufolge rund 3,1 Millionen Euro.

dpa

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