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Kleber-Rückruf trifft Klimaaktivisten schwer: „Wir sind untröstlich“

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Von: Miriam Haberhauer

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Aktivisten der „Letzten Generation“ beklagen den Rückruf ihres Lieblingsklebers. Das Produkt ist aus den Regalen aus unerklärlichen Gründen verschwunden.

München – Immer wieder kleben sich Klimaaktivisten der „Letzten Generation“ auf Straßen, an Geländern oder Gemälden fest. Besonders der Großraum München ist aktuell beliebtes Anlaufziel der Aktivistinnen. Doch auf ein essenzielles Produkt müssen die Klima-Kleber in Zukunft wohl verzichten, berichtet merkur.de.

Sekundenkleber-Rückruf: „Letzte Generation“ steht vor leeren Regalen

Beim Versuch, neuen Kleber für ihre Protestaktionen zu kaufen, erlebte eine der Aktivistinnen nun eine herbe Enttäuschung: Sämtliche Exemplare des Sekundenklebers ihrer Wahl waren aus dem Regal verschwunden. Auf Twitter teilte das Bündnis ein Foto aus dem Baumarkt.

„Wir sind untröstlich!“, schrieb die Gruppe zu dem Foto. Weiter heißt es: „Wegen ,behördlicher Beanstandung‘ wurde unser Lieblings-Sekundenkleber deutschlandweit zurückgerufen. Grund unbekannt.“ Die Klimaaktivisten fragten noch vor Ort nach - mit ernüchterndem Ergebnis: „Die Filialleitung konnte uns nicht weiterhelfen, so etwas sei noch nie vorgekommen“, so die Aktivisten auf ihrem Twitter-Account. Stattdessen riefen sie die Nutzer auf: „Hinweise, was das Problem sein könnte, bitte an uns!“

Die Klimaaktivisten fordern die Einführung eines Neun-Euro-Tickets, sowie eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 100 km/h auf allen deutschen Autobahnen. So könnten nach ihren Angaben bis zu 5,4 Millionen Tonnen CO₂ eingespart werden. Erst wenn diese Forderungen erfüllt sind, würden sie mit ihren Protesten aufhören, teilen sie auf ihrer Webseite mit.

„Erschreckend“ - Foto sorgt für zahlreiche Hasskommentare im Netz

Die Twitter-Community zeigte nur wenig Verständnis für die Beschwerde der Klima-Kleber: „Gut so!“, meinte ein Nutzer und rief die Aktivisten dazu auf, ihre Klebe-Proteste zu unterlassen. „Links daneben im Regal ist noch Heißkleber“, meinte ein anderer User ironisch. „Wegen Euch [...] wird es noch so weit kommen, dass man sogar für einen Kleber einen Waffenschein braucht“, fügte jemand hinzu.

Viele der Nutzer zeigten sich jedoch schockiert angesichts der zahlreichen Hasskommentare: „Wow, die schiere Menge an direkten oder indirekten Gewaltphantasien gegen [die Letzte Generation] ist erschreckend.“ In München dürften Klebe-Aktionen der Gruppe nun ohnehin seltener werden: Die Stadt München untersagt ab sofort sämtliche Klimaproteste im Stadtgebiet per Allgemeinverfügung „zur präventiven Gefahrenabwehr“. (mlh)

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