Vorwürfe gegen Betreiber der Anlage

In Flüchtlingsunterkunft: Zweijährige wird von Eiswagen erfasst und stirbt

Ein Kleinkind ist in einer Hamburger Flüchtlingsunterkunft unter die Räder eines Eiswagens geraten und getötet worden. Die Anwohner erheben Vorwürfe gegen den Betreiber der Anlage.

Hamburg - In einer Flüchtlingsunterkunft in Hamburgs Westen ist es zu einem tragischen Unfall gekommen, bei dem ein zweijähriges Mädchen zu Tode kam. Der Fahrer eines Eiswagens hatte das Kleinkind auf dem Privatgelände offenbar übersehen und beim Rangieren überrollt. Das berichten diverse Hamburger Medien.

Das Mädchen erlag noch vor Ort seinen schweren Verletzungen, der herbeigerufene Notarzt konnte ihr nicht mehr helfen. Insgesamt seien sieben Streifenwagen im Einsatz gewesen, die Feuerwehr schickte mehrere Rettungswagen.

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Mutter und Fahrer erleiden Schock

Notfallseelsorger nahmen sich der schwer mitgenommenen Angehörigen an, die Mutter des Opfer erlitt wie auch der Fahrer einen Schock. Der Unfallort wurde von Spezialisten untersucht, Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung aufgenommen.

Von den Anwohnern wurden Anschuldigungen gegen die Behörde laut, weil die Schranke zum Gelände seit drei Wochen defekt sei. Das ermögliche es auch Fremden, die für knapp 700 Menschen konzipierte Anlage zu befahren. Auch Eiswagen würden immer wieder durch die Straße rollen, um Waren anzubieten.

Der Betreiber der Anlage setzt sich zur Wehr: Die Zufahrt müsse offen sein, damit beispielsweise Rettungskräfte oder die Müllabfuhr auf das umzäunte Gelände kommen könnten. Neben einer kleinen Straße und den Unterkünften bietet die Unterkunft auch Gemeinschaftsflächen für Bewohner mit Spielgeräten für Kinder.

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mg

Rubriklistenbild: © dpa / Nicolas Armer

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