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Autolenker fahren Klima-Kleber an und brettern dann durch Absperrung - Video zeigt Vorfall

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Von: Jannis Gogolin

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Bei einer Straßenblockade von Klimaaktivisten verloren in Berlin zwei Autofahrer die Nerven. Sie erwartet eine Anzeige wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung.

Berlin – Während die Klimaaktivisten der Letzten Generation mit dem Fahrbahn-Blockieren ihr Stamm-Metier gefunden haben, fallen die Reaktionen auf die Protestform zunehmend drastischer aus. In Wien malträtierte ein Mann kürzlich Mitglieder des Aktivisten-Kollektivs mit Fußtritten und schleifte sie von einem Zebrastreifen. Bei einem weiteren Vorfall in Berlin machten sich kürzlich Protestgegner nicht die Mühe zu bremsen oder auszusteigen – und fuhren mit ihren Kfz ohne Rücksicht durch die Linie der menschlichen Blockade, berichtet Merkur.de.

Aktuell gibt es diverse spektakuläre Aktionen von Klimaaktivisten zu verfolgen, sei es die Besetzung des Dorfs Lützerath mithilfe eigens gegrabener Tunnel, die Demontage von Verkehrsschildern an der Autobahn oder eben die regelmäßigen Straßenblockaden. Gegen die Beteiligten der letzteren Protestform gibt es indessen öfter verbal und körperlich gewaltsame Ausschreitungen. „Verrecken sollt ihr“, schrie eine Frau kürzlich den Blockierern zu und drohte ihnen mit dem Krankenwagen.

Zwei Autofahrer in Berlin gingen nun jedoch einen Schritt weiter und beließen es nicht bei einer Drohung. Zuvor blockierten am Donnerstagmorgen „mehrere Personen die A103 am Sachsendamm“ beim Autobahnkreuz Schöneberg, berichtete die Berliner Polizei auf Twitter. Noch vor dem Eintreffen der Beamten sei es zu einem riskanten Vorfall gekommen, bei dem die Protestteilnehmer „mit Autos bedrängt, genötigt & angefahren worden sein“ sollen.

Zum gleichen Anlass postete die Letzte Generation ein Video auf Twitter, das die Tat dokumentiert. Der dazugehörige Tweet wurde knapp eine Million mal angesehen und von über 600 Personen geteilt. In diesem ist zu sehen, wie knapp zehn Menschen, teils bekleidet mit Warnwesten, die Straße versperren. Kurz darauf bricht das erste Auto hupend durch die Demonstranten und schiebt diese mit der Motorhaube vor sich her.

Dem Fahrer folgend, kommt kurz danach ein weiteres Kfz. Diesem Auto stellen sich die Aktivisten mit Nachdruck entgegen. Doch der Fahrer blieb konsequent auf dem Gaspedal und konnte sich so nach Vorbild des Vordermanns durch die Menschen schieben. Details sind in der verwackelten Aufzeichnung schwer zu erkennen. Diese und weitere Video-Aufnahmen sind für die Berliner Polizei jedoch Beweis genug – „zwei Anzeigen wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung“ sind die Konsequenz für die Autofahrer.

Klimaschutz ist nicht billig, auch der Protest kostet Geld. Das Geld für solche Aktionen bezieht die Letzte Generation hauptsächlich aus Spenden. Neben vielen Privatspendern ist deren wesentlicher Geldgeber jedoch eine US-amerikanische Organisation namens „Climate Emergency Fund“. So kann das Kollektiv dessen Aktivisten offenbar sogar Gehälter zahlen.

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