Nach Feuer-Drama in Hamburg

Klinik: „Er ist kein notorischer Brandstifter“

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In dem ausgebrannten Mehrfamilienhaus in Hambrug sind drei Menschen ums Leben gekommen.

Hamburg - Die Angehörigen des mutmaßlichen Brandstifters einer Hamburger Flüchtlingsunterkunft sind nach dem Feuer mit drei Toten tief erschüttert.

„Unser tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen der verstorbenen Familie“, erklärte am Sonntag in Abstimmung mit den Angehörigen des Jungen der Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie am Hamburger UKE, Prof. Michael Schulte-Markwort. Dort wird der 13-Jährige derzeit behandelt. Der Junge sei kein notorischer Brandstifter, die Tat sei weder politisch noch persönlich motiviert gewesen.

„Es handelt sich um einen ungerichteten aggressiven Impuls, der nicht vorhersehbar war. Am Mittwoch hatte er für alle unvorhersehbar und plötzlich den Impuls, Papier in einem ihm unbekannten Haus anzuzünden. Die Folgen seines Handelns waren ihm nicht klar. Keinesfalls wollte er das Haus anzünden“, erklärte Schulte-Markwort. Aufgabe der Klinik sei es nun, „den Jungen so zu behandeln, dass er trotz dieser schweren Schuld weiterleben kann“.

Bei dem Brand in einer Flüchtlingsunterkunft in Hamburg-Altona waren am Mittwochabend eine 33-jährige Pakistanerin und ihre beiden sechs und sieben Jahre alten Söhne ums Leben gekommen.

dpa

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