Kometen Ison und Lovejoy

Zwei Schweifsterne am Himmel zu sehen

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Während der als "Jahrhundertkomet" angekündigte Komet "ISON (C/2012 S1)" bisher wegen der niedrigen Stellung über dem Horizont nur von wenigen Menschen in Deutschland gesehen werden konnte, ist "Lovejoy" mit einem Feldstecher und an besonders dunklen Orten auch mit bloßen Auge einfach zu finden.

Köln/Bonn - Kometen-Schauspiele auf der Himmelsbühne: Gleich zwei Schweifsterne ziehen über den Nachthimmel. Neben Ison ist der Komet Lovejoy zu sehen, mit etwas Glück sogar mit bloßem Auge.

Neben dem Kometen Ison zieht derzeit ein weiterer Schweifstern über den irdischen Nachthimmel: Komet Lovejoy ist voraussichtlich noch bis Ende des Jahres mit dem Feldstecher zu sehen, unter guten Bedingungen sogar mit bloßem Auge, wie das Astronomie-Portal kometen.info berichtet.

Der Schweifstern, der Anfang September vom australischen Amateurastronomen Terry Lovejoy entdeckt worden war, steht morgens hoch am Osthimmel und wandert vom Sternbild der Jagdhunde, direkt unterhalb des Großen Wagens, ins Sternbild Bärenhüter (Bootes).

Komet Lovejoy habe aktuellen Sichtungen zufolge einen langen Gasschweif ausgebildet und sehe Ison zum Verwechseln ähnlich, berichtet das Astronomie-Portal. Der Schweifstern mit der offiziellen Katalognummer C/2013 R1 (Lovejoy) kreist auf seiner stark elliptischen Bahn einmal in 346 Jahren um die Sonne und wird seinen sonnennächsten Punkt am 22. Dezember erreichen.

Anders als Komet Ison, der an diesem Donnerstag durch die Außenbezirke der Sonnenatmosphäre rast, nähert sich Lovejoy der Sonne nur auf rund 120 Millionen Kilometer. Das entspricht etwa 80 Prozent der Entfernung der Erde zur Sonne. Seinen erdnächsten Punkt hat Lovejoy bereits am 20. November mit knapp 60 Millionen Kilometern Abstand passiert.

"Schicksalsflug" am Donnerstag

Wenn Ison am Donnerstag gegen 20.00 Uhr an der Sonne vorbeifliegt, wird sich sein Schicksal entscheiden: Er könnte den Vorbeiflug erfolgreich überstehen, aber ebenso zerbrechen oder verdampfen. Kometen bestehen aus einer Mischung von Eis und Gestein und werden daher auch als schmutzige Schneebälle bezeichnet.

dpa

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