Kölner mit türkischen Wurzeln

Komiker Çevikkollu: Flüchtlinge brauchen keinen Karnevalsunterricht

+
Der Comedian Fatih Cevikkollu (Archiv).

Köln - Man dürfe Flüchtlinge nicht unterschätzen, sagt Kabarettist Fatih Çevikkollu. Überhaupt habe Karneval durchaus einige "ekelhafte Seiten".

Der Kabarettist Fatih Çevikkollu (43) hat eine gewisse Skepsis, ob der von einigen Karnevalisten angebotene „Karnevalsunterricht“ für Flüchtlinge wirklich notwendig ist. „Ich glaube eigentlich nicht. Man sollte die Menschen ja auch nicht unterschätzen. Die sehen ja, was passiert“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Köln. Einem großen TV-Publikum wurde er als Murat in der Comedy-Serie „Alles Atze“ (RTL) bekannt.

Es gebe zudem doch ganz andere Dinge zu vermitteln als etwa den richtigen Umgang mit dem Bützen (Küsschen geben). Der Karneval habe schließlich auch einige „ekelhafte Seiten“. „Es kann nicht die deutsche Kultur sein, sich gegenseitig in den Schoß zu brechen“, sagte Çevikkollu. Wenn, dann müsse man so etwas mal erklären - und zwar nicht nur Flüchtlingen.

Çevikkollu wurde in Köln geboren, feiert dort Karneval und hat türkische Wurzeln. In seinen Kabarettprogrammen beschäftigt er sich häufig mit Integration.

dpa

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.