Inklusion als Trend

Kommentar zu Models, die anders aussehen: Designer nutzen junge Frauen aus

Model mit Down-Syndrom: Madeline Stuart aus Australien wird derzeit als Model bei der New Yorker Fashion Week gefeiert. Für sie ging damit ein Traum in Erfüllung. Mehreren Designern wird allerdings vorgeworfen, mit eher ungewöhnlichen Models nur Aufmerksamkeit erregen zu wollen - und die jungen Frauen für ihre Zwecke zu benutzen. Ein Kommentar von Michaela Pflug.

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Es ist Fashion Week in New York und wie in jedem Jahr versuchen die Designer, einander die Schau zu stehlen. Aufmerksamkeit erregt, wer etwas Neues ausprobiert. Das gibt auch Menschen die Möglichkeit auf den Laufstegen zu laufen, die aufgrund ihres Andersseins in Medien und Öffentlichkeit kaum repräsentiert werden. Das ist eine gute Sache. Gerade in der Modebranche, die ansonsten ein sehr enges Schönheitsideal propagiert: groß, dünn, gesund, weiß.

Allerdings handeln die Designer nicht selbstlos, wenn sie Models engagieren, die anders sind - sie nutzen die Frauen aus. Denn: Sie wollen auch mediale Aufmerksamkeit erzeugen. Die Frage bleibt daher, ob diese Form der Inklusion nicht nur ein weiterer Modetrend ist. Immer wieder lassen Designer und Modemagazine verlauten, dass sie verschiedene Hautfarben und Körperformen besser repräsentieren wollen. Voran geht es allerdings nur im Schneckentempo. Die Realität: Models, die nicht der Norm entsprechen, sind im Alltag der Modebranche leider immer noch eine Seltenheit.

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