Kommentar über den Mythos Auswanderung: "Baustein für Karriere"

Eine neue Studie belegt: Vor allem gut Ausgebildete wandern aus Deutschland aus und suchen Erfahrungen in der Ferne. Ein Kommentar von HNA-Volontärin Miriam Linke.

Ausbrechen aus dem starren Alltag, hinein in eine bunte Welt: Allzu oft wird Auswanderung mit Abenteuerlust und unbeschwerter Lebensweise in Verbindung gebracht. Ein Aufbruch in fremde Kulturen soll es sein, noch einmal von vorne anfangen, alles hinter sich lassen. Doch die Zahl derer, die sich im Ausland ihren Lebenstraum erfüllen, ist tatsächlich sehr gering, wie die Mercator-Studie zeigt. Die meisten gehen, weil sie sich dadurch einen Karrieresprung erhoffen, weil Arbeitsbedingungen und Bezahlung im Ausland manchmal besser sind.

Auswanderung ist nicht mehr nur von Träumen gesteuert, sondern auch von der Frage nach Kosten und Nutzen für den eigenen Lebensweg. Längst ist es für viele auch kein unbekanntes Abenteuer mehr, weil sie durch Schule oder Studium bereits im Ausland unterwegs waren.

Die Auswanderungs-Motive haben sich damit gewandelt: Im 19. und 20. Jahrhundert sahen sich viele Deutsche aus blanker Not gezwungen, das Land zu verlassen. Heute sind es vor allem hochqualifizierte Fachkräfte, die die Vorteile einer globalisierten Welt für sich entdecken, ohne der Heimat für immer den Rücken zu kehren. Und doch: Der Mythos Auswanderung wird für viele ein Traum bleiben.

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