Kommt unser Fleisch bald aus dem Drucker?

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3D-Objekte wie diese Miniatur-Masken von gescannten Gesichtern lassen sich bereits ausdrucken

Berlin - Eine US-Firma hat ein Verfahren entwickelt, um mittels eines speziellen 3D-Druckers essbares Fleisch aus lebenden Zellen zu erzeugen. "Bioprinting" heißt das Zauberwort.

Steaks und Schnitzel könnten in Zukunft aus dem Drucker kommen. Das Unternehmen Modern Meadow („Moderne Wiese“) aus dem US-Staat Missouri will Fleisch und Leder herstellen, die ethisch vertretbarer und klimafreundlicher wären als Produkte aus der Massentierhaltung. Menschen, die aus religiösen oder moralischen Gründen eigentlich kein Fleisch essen, sollen dank Reagenzglas und 3D-Drucker in den Genuss von Steak oder Schnitzel kommen.

„Wir haben bereits ein "gezüchtetes" kleines Schweinekotelett hergestellt, gekocht und gegessen“, sagte Modern-Meadow-Chef Andras Forgacs der dpa. Das Synthetikfleisch werde mit einer aus der Medizin stammenden, bereits ausgereiften Technik entwickelt. „Um große Mengen Leder und Fleisch zu züchten, ist Bioprinting aber nur einer von vielen Ansätzen, die wir derzeit untersuchen.“

Der in Deutschland geborene Technologie-Investor Peter Thiel, der unter anderem in Facebook Geld gesteckt hat, fördert das Vorhaben mit bis zu 350 000 Dollar. Thiel gilt als geschickter Anleger, der frühzeitig Trends erkennt.

Auch in der medizinischen Forschung ist die Gewebezucht und -produktion mit 3D-Druckern bereits bekannt. Aus menschlichen Zellen lassen sich natürliche Gewebeteile herstellen, die irgendwann auch für klinische Zwecke eingesetzt werden könnten. Laut der Firma Organovo mit Sitz in Kalifornien - nach eigenen Angaben das erste Bioprinting-Unternehmen weltweit - könnte die Technik die Medizin revolutionieren.

dpa

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