Regierung bestätigt

Virus wandert weiter: Mehrere Zika-Infektionen in Indien

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Der Übeltäter: die Ägyptische Tigermücke

Gerade erst gilt die Gefahr der tückischen Zika-Krankheit in Brasilien als gebannt - da gibt es in Indien Anlass zur Sorge.

Die indische Regierung hat mehrere Infektionen mit dem Zika-Virus in dem südasiatischen Land bestätigt. Die Infektionen seien bei Routine-Laboruntersuchungen im westlichen Bundesstaat Gujarat festgestellt worden, teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) unter Berufung auf das indische Gesundheitsministerium mit. In einem Zeitraum von mehr als einem Jahr seien mehrere Infektionen diagnostiziert worden.

Die Zahl der Fälle lege eine "geringe Übertragung des Zika-Virus" in Indien nahe, hob die WHO hervor. In der Zukunft könne es aber weitere Fälle geben. Die indischen Gesundheitsbehörden müssten daher ihr Augenmerk verstärkt auf Zika-Symptome richten.

Zum aktuellen Zustand der Zika-Patienten in Indien wurden keine Angaben gemacht. Zu ihnen zählte auch eine schwangere Frau.

Mehr als 1,5 Millionen Infektionen seit Mitte 2015

Das Zika-Virus kann zu grippeähnlichen Symptomen führen und ist normalerweise nicht tödlich. Schwangere können das Virus aber auf ihre ungeborenen Kinder übertragen. Forscher gehen davon aus, dass Zika bei Embryos Mikrozephalie auslösen kann: Babys kommen dann mit einem viel zu kleinen Kopf auf die Welt, sind deshalb oftmals geistig behindert und leiden unter neurologischen Störungen.

Seit der Ausbreitung von Zika Mitte 2015 wurden mehr als anderthalb Millionen Menschen in rund 70 Ländern mit dem Virus infiziert. Vornehmlich betroffen waren Brasilien und andere lateinamerikanische Länder. Die WHO rief daher im Februar 2016 einen weltweiten Gesundheitsnotstand auf, hob ihn aber im November wieder auf. In Brasilien gilt die Gefahr als vorerst gebannt.

Übertragen wird das Virus durch die Ägyptische Tigermücke. Einen Impfstoff gibt es bislang nicht.

Wie es im legendären „Campo Bahia“ drei Jahre nach Auszug der deutschen Fußball-Nationalmannschaft aussieht, das erfahren Sie in diesem Artikel.

AFP

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