19 Menschen kommen in den Fluten um

Krokodil-Alarm nach Überschwemmungen in Thailand

+
Die ungewöhnlich heftigen Regenfälle haben auch die Touristen-Insel Ko Samui getroffen.

Bangkok - Seit Neujahr stehen Teile Thailands unter Wasser. Etwa eine Million Menschen leben in dem Hochwassergebiet. Nun müssen sie auch noch hungrige Krokodile fürchten.

Im von Überschwemmungen lahmgelegten Süden Thailands ist die Zahl der Todesopfer auf 19 gestiegen. Die meisten Opfer seien ertrunken, teilte das Krisenschutzzentrum mit. Nun müssen auch noch hungrige Krokodile, die aus einem Zoo entkamen, wieder eingefangen werden.

Von den seit Neujahr andauernden Überflutungen sind insgesamt knapp eine Million Menschen in zehn Provinzen betroffen. Das Hochwasser trifft auch touristische Orte. Am Freitag rettete die Polizei fünf Urlauber, darunter einen aus Deutschland, aus einer überfluteten Hotelanlage in der Provinz Nakhon Si Thammarat. Der dortige Flughafen soll nach Angaben der Behörden bis Montag geschlossen bleiben, auch Zugverbindungen in der Region sind unterbrochen.

Touristen auf der beliebten Urlaubsinsel Ko Samui sind ebenfalls betroffen: Mit Blick auf Starkregen, Wind und hohen Wellengang erließen die dortigen Behörden ein Tauch- und Badeverbot. Mehrere Hundert Urlauber, auch aus Deutschland, saßen auf dem Flughafen fest, weil ihre Maschinen nicht starten konnten.

Im anhaltenden Regen entkamen zudem mindestens zehn Krokodile aus einem Zoo in Nakhon Si Thammarat. Den bis zu fünf Meter langen Tieren gelang es durch das Hochwasser, über die Absperrungen aus ihrem Gehege zu schwimmen, wie die "Bangkok Post" berichtete. Die Behörden warnten am Sonntag, dass die Krokodile hungrig sein und auch Menschen anfallen könnten. Versuche, sie bei einer großen Suche auch mit Booten einzufangen, hatten zunächst keinen Erfolg. Die meisten der Tiere seien noch in Freiheit, bestätigte die Polizei am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur.

Am Freitag hatten die thailändischen Behörden die Flutwarnstufe auf drei erhöht, die zweithöchste Stufe. Bei schweren Überschwemmungen waren bereits 2011 insgesamt 815 Menschen in Thailand gestorben. Damals waren mehr als 13 Millionen Menschen vom Hochwasser betroffen.

Schwere Überflutungen in Thailand - Bilder

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.