Kanarische Insel

Vulkanausbruch auf La Palma: Videoaufnahmen zeigen Eruption – Lavastrom bahnt sich Weg

Der Vulkan auf La Palma beherrscht weiter die Insel: Tausende Häuser wurden bereits zerstört. Ein Video zeigt nun den Ausbruch des Vulkans.

Update vom Montag, 06.12.2021, 14.50 Uhr: Seit Mitte September rumort es im Vulkan in der Cumbre Vieja auf Inselgruppe La Palma. Nach dem ersten Ausbruch treten nun immer wieder Lavaströme, Rauch und Gaswolken aus dem Feuerberg aus. Die Regierung hat nun eine Zwischenbilanz gezogen und schätzt die bisher verursachten Schäden auf mehr als 842 Millionen Euro.

Fast 2800 Gebäude soll die 1300 Grad heiße Lava zerstört haben, darunter auch Kirchen, Schulen, Supermärkte und Bewässerungsanlagen. 1140 Hektar Landfläche sind von einer meterdicken Ascheschicht bedeckt, berichtet der staatliche Fernsehsender RTVE. Etwa 7000 Einwohnerinnen und Einwohner mussten vor der zerstörerischen Lavaströmen fliehen und ihr Zuhause hinter sich lassen.

Ein Ende der Naturkatastrophe ist noch nicht in Sicht. Der Vulkan auf La Palma zeigt sich nach wie vor aktiv und stößt immer wieder Lava und Rauch aus. Neue, auf Twitter veröffentlichte Aufnahmen vom Fuße des Vulkans dokumentieren seine Eruption. Gegen 12 Uhr Ortszeit begann das bedrohliche Beben und dicke Rauchschwaden stiegen aus dem Schlund des Berges gen Himmel – nur wenige Kilometer von der Stadt Las Manchas entfernt. „Die Explosionen sind hörbar“, kommentiert das vulkanologische Institut von La Palma ihr Twitter-Video. Die Geräuschkulisse des Berges sei in den vergangenen Stunden noch lauter geworden, heißt es.

La Palma: Vulkanausbruch – Lava wenige Meter von Ortschaft entfernt

Update vom Samstag, 04.12.2021, 16.10 Uhr: Ein neu entstandener Lavastrom hat sich auf der kanarischen Insel La Palma der Ortschaft La Laguna genähert. Die Bewohner wurden einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) zufolge aber bereits Mitte Oktober evakuiert. Ob er den Ort erreichen wird, sei laut Experten bisher noch unklar.

Im Großen und Ganzen nehme die Vulkanaktivität aber stetig ab. Aus dem Hauptschlot tritt aktuell nur noch wenig Lava und Rauch aus. Die Auswirkungen des Ausbruchs seien jedoch noch regelmäßig spürbar: Das Gebiet um den Vulkan ist vergangene Woche von besonders vielen Erdbeben erschüttert worden. Binnen 24 Stunden habe man mehr als 370 Erdstöße gezählt, das berichtete der staatliche Fernsehsender RTVE am Mittwoch (01.12.2021) unter Berufung auf die Behörden der spanischen Region. Das sei ein neuer Rekord. Da die Erdbeben aber in einer Tiefe von 30 bis 40 Kilometer stattfinden, gebe es keinen Grund zur Sorge.

Vulkanausbruch auf La Palma: Ein neuer Lavastrom nähert sich einer Ortschaft. (Archivbild)

Seitdem der Vulkan in der Cumbre Vieja im Süden der Insel am 19. September ausgebrochen ist, begrub die Lava bereits 1163 Hektar unter sich und zerstörte 2790 Gebäude. Das geht aus einer jüngsten Bilanz des europäischen Erdbeobachtungssystems Copernicus hervor. Rund 7000 Menschen mussten ihre Häuser schon vor Wochen verlassen.

Vulkanausbruch auf La Palma: Mächtige Gaswolke bildet sich

Update vom Dienstag, 23.11.2021, 16.40 Uhr: Auf der kanarischen Insel La Palma ist eine erneute Ausgangssperre verhängt worden, weil ein neuer Lavastrom des aktiven Vulkans auf das Meereswasser getroffen ist. Infolgedessen entstehen giftige und gesundheitsgefährdende Dämpfe. Wie der Notdienst und die Regionalregierung am Montagabend (22.11.2021) mitteilten, sind rund 3000 Bewohnerinnen und Bewohner aus angrenzenden Gemeinden betroffen. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur.

Zudem bildete sich eine riesige Gaswolke aus Vulkanasche, die unter anderem den Flugverkehr stark beeinträchtigt. Der Flughafen von La Palma wurde vorläufig geschlossen und alle Flüge gestrichen. Seit einigen Wochen bewegen sich die Lavaströme nur langsam voran, die Aktivität des Vulkans in der südlich gelegenen Gebirgskette Cumbre Vieja nimmt laut Expertinnen und Experten jedoch stetig ab. Ein baldiges Ende der explosiven Tätigkeit sei allerdings nicht zu erwarten.

Vulkanausbruch auf La Palma: Kanarische Ferieninsel macht Flughafen dicht

Update von Sonntag, 21.11.21, 13.08 Uhr: Aschewolken und Ascheregen haben auf der Insel La Palma dazu geführt, dass der Flugbetrieb am Flughafen der Kanareninsel eingestellt wurde. Wann der Betrieb wieder aufgenommen werden kann, hänge von der Asche ab, die im Moment noch vom Cumbre Vieja ausgestoßen werde, sagte ein Aena-Sprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP. Die Flughäfen der anderen Kanareninseln seien derzeit nicht von der Sperrung betroffen.

Der vor zwei Monaten auf der Kanareninsel La Palma ausgebrochene Vulkan hat bisher nach amtlichen Schätzungen Schäden in Gesamthöhe von bis zu 700 Millionen Euro verursacht. „Wir sind aber noch mittendrin (in der Katastrophe)“, wurde der kanarische Ministerpräsident Ángel Víctor Torres am Freitag in der Zeitung El País zitiert.

Der Schaden steige von Minute zu Minute, hieß es. Die zu Spanien gehörende Insel im Atlantik vor der Westküste Afrikas hat knapp 85.000 Bewohner. Seit der Vulkan am 19. September ausbrach, hat die zum Teil bis zu 1300 Grad heiße Lava nach einer jüngsten Bilanz des europäischen Erdbeobachtungssystems Copernicus mehr als 2600 Gebäude zerstört. 

Auch zwei Monate nach dem Beginn des Vulkanausbruchs auf La Palma ist kein Ende in Sicht.

Vulkanausbruch auf La Palma: 300 Erdbeben am Tag erschüttern die Insel

Update vom Freitag, 19.11.2021, 11.38 Uhr: Mehr als 300 Erdbeben haben die Kanareninsel La Palma innerhalb von 24 Stunden am Mittwoch (17.11.2021) erschüttert, berichten spanische Medien. Seit zwei Monaten dauert der Vulkanausbruch auf La Palma bereits an – ein Ende ist aktuell nicht in Sicht. Aufgrund der Erdbeben hat die Vulkanaktivität des Cumbre Vieja am Donnerstag (18.11.2021) und in der Nacht zu Freitag (19.11.2021) weiter zugenommen.

Die Erdbeben auf La Palma brechen auch am Freitag nicht ab. Am Morgen wurde ein Beben der Stärke 5,1 gemeldet, berichtet das Instituto Geográfico Nacional (IGN). Der Vulkanausbruch ist der längste Ausbruch auf der Atlantikinsel vor der Westküste Afrikas seit mehr als 340 Jahren.

Mehr als 2600 Gebäude wurden bislang zerstört oder beschädigt, berichtet der Tagesspiegel. Neben Lavaströmen und Aschewolken hatte sich zuletzt auch ein Tornado am Fuße des Vulkans gebildet.

Vulkanausbruch auf La Palma: Tornado aus Asche bildet sich

Erstmeldung vom Dienstag, 16.11.2021, 16.37 Uhr: La Palma – Spektakuläre Bilder und ein großes Risiko für die Menschen – der Vulkanausbruch auf La Palma* nimmt kein Ende. Nun erschien am Montag (15.11.2021) nebst Lavaströmen und Aschewolken ein neues Phänomen: Ein Tornado bildete sich am Fuße des Vulkans.

Die Bildung des Aschetornados sei auf die hohen Temperaturen, die durch die Lava rund um den Vulkan erzeugt werden, und auf die wechselnden Witterungsbedingungen zurückzuführen, so berichtet El Time. Das Schauspiel wurde auf Video eingefangen. El Time veröffentlichte eines der Videos via Twitter.

Am Sonntag, dem 19.09.2021, brach der Vulkan Cumbre Vieja auf der Kanaren-Insel La Palma aus. Seitdem stellt er seit Wochen eine große Gefahr für die Bewohner und Besucher der Insel dar. Ein erster Todesfall* wurde unlängst ebenfalls bekannt. Ein 72-Jähriger war am Samstag (13.11.2021) in seinem Haus im Sperrgebiet im Süden der Insel gefunden worden, berichtete der staatliche TV-Sender RTVE.

Vulkanausbruch auf La Palma: Ein Spektakel von großer Schönheit und Gefahr

Bisher war durch den seit fast zwei Monaten andauernden Vulkanausbruch niemand ums Leben gekommen. Die Lavaströme des Cumbre Vieja verwüsteten jedoch bereits mehr als 1000 Hektar Land und vernichteten tausende Gebäude. Die Menschen von La Palma sind dem Wüten des Vulkans ausgeliefert.

Nach dem Bericht von El Time sei seitens des Flughafenbetreibers auf La Palma Aena nicht geplant, den Betrieb zu stoppen. Allerdings wurden vier Flüge in den Morgenstunden bereits wegen der Aschewolken abgesagt. Insgesamt seien für den heutigen Tag 30 Flüge angesetzt. Das vulkanische Beben bleibe derweil mehr oder weniger stabil, berichtet volcanodiscovery.com. Es bleibe vergleichbar hoch, etwa wie in den vergangenen sieben Tagen. Ein sehr langsames Abflauen sei zwar zu verzeichnen, die Daten lieferten jedoch keine Anzeichen dafür, dass die Eruption sich dem Ende nähere. (na/luw) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Emilio Morenatti/dpa

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