Läufige Hündin besser an die Leine nehmen

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Wenn Hündinnen läufig sind, sollten sie unbedingt an die Leine - zumindest wenn Nachwuchs gerade ungelegen kommen würde. Foto: Markus Scholz

Hundewelpen sind zwar niedlich, aber den Zeitpunkt für Nachwuchs wollen die meisten Halter lieber selbst bestimmen. Deshalb sollten sie ihre läufige Hündin gut im Auge behalten.

Wetzlar (dpa/tmn) - Damit es nicht zu ungewolltem Nachwuchs kommt, gilt für läufige Hundedamen strikte Leinenpflicht. Denn während der fruchtbaren Tage können Hündinnen schwer zu kontrollierendes Interesse an den Rüden in ihrer Nähe zeigen. "Wenn sich zwei Hunde paaren wollen, finden sie auch einen Weg", betont die Tierärztin Heidi Bernauer-Münz. Auf Spaziergängen sollten Besitzer ihren Vierbeiner daher in dieser Zeit besonders im Auge behalten.

Als Signal für andere Hundehalter kann man zusätzlich eine gelbe Schleife am Halsband der Hundedame anbringen, empfiehlt Bernauer-Münz. Rüdenhalter wissen dann, dass sie ihr Tier besonders auf Abstand halten müssen. Und auch andere Hundebesitzer sind gewarnt: Während der Läufigkeit können Hündinnen auf weibliche Artgenossen aggressiver als sonst reagieren.

Wird die Hündin trotz aller Vorsichtsmaßnahmen von einem Rüden bestiegen, ist Zurückhaltung angesagt. Auf keinen Fall dürfe man versuchen, die Tiere zu trennen, warnt Bernauer-Münz. Wenn man den etwa zwanzigminütigen Deckakt gewaltsam beendet, kann das für beide zu schweren Verletzungen führen. Will der Besitzer auf keinen Fall Hundenachwuchs, kann er sich vom Tierarzt über einen Schwangerschaftsabbruch beraten lassen.

Die fruchtbaren Tage kündigen sich durch den Ausfluss an. In ihm sind Lockstoffe enthalten, die als Signal für die Rüden dienen. Durch die Hormonveränderung verhält sich die Hündin oft auch unruhiger als sonst, sagt Tierärztin Bernauer-Münz. Für die Tiere sei dieser Zustand trotz ihrer Ruhelosigkeit aber nicht unangenehm.

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