Zwei Polizisten sterben bei Unfall in ihrem Einsatzwagen

+
Die Polizisten konnten nicht aus dem brennenden Auto gerettet werden. Foto: Marc Köppelmann

Sie sollten ein verdächtiges Auto kontrollieren - und wurden selbst Opfer eines schweren Unfalls. Zwei Polizisten sterben in ihrem brennenden Einsatzfahrzeug. Ihre Kollegen trauern.

Lichtenau (dpa) - Die Streifenwagen in Nordrhein-Westfalen fahren eine Woche mit Trauerflor. Zwei Autobahnpolizisten sind auf der A44 bei Paderborn in ihrem brennenden Einsatzwagen ums Leben gekommen. Die Beamten standen in der Nacht zum Donnerstag auf dem Standstreifen, als ein Lastwagen sie erfasste.

Ihr Auto ging sofort in Flammen auf. Die 46-Jährige und ihr 51-jähriger Kollege konnten sich nicht mehr rechtzeitig befreien und starben nach Angaben der Autobahnpolizei noch an der Unfallstelle an der Abfahrt Lichtenau im Kreis Paderborn.

Die beiden hatten kurz nach Mitternacht in ihrem Fahrzeug auf dem Standstreifen in Fahrtrichtung Dortmund auf eine andere Streife gewartet. Sie sollten die Kollegen bei der Kontrolle eines verdächtigen Autos unterstützen. Der 34-jährige Lkw-Fahrer blieb bei dem Unfall unverletzt. Ein Test ergab, dass er Drogen genommen hatte. Die am Einsatz beteiligten Polizisten wurden von Psychologen betreut.

Die Gewerkschaft der Polizei zeigte sich in einer Mitteilung bestürzt. "Die bei dem Unfall getötete Polizistin und ihr Kollege waren erfahrene Autobahnpolizisten, die die in den letzten Jahren stark gestiegenen Gefahren auf den Autobahnen kannten und für ihr umsichtiges Verhalten bekannt waren. Aber sie hatten keine Chance", sagte GdP-Landesvorsitzender Arnold Plickert. Der tragische Unfall mache deutlich, welchen Gefahren Polizisten in ihrem Dienst ausgesetzt seien.

Die Polizei in Hagen veröffentlichte bei Facebook eine Traueranzeige. Zahlreiche Kollegen und Bürger drückten dort ihr Beileid aus. Innenminister Ralf Jäger (SPD) ordnete am Donnerstag Trauerflor bei den Streifenwagen an. "Mein ganzes Mitgefühl gilt ihren Familien, Freunden und Kollegen. Mit ihnen trauert die gesamte NRW-Polizei", schrieb Jäger.

Pressemitteilung

Polizei Hagen auf Facebook

Mitteilung Innenministerium NRW

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.