Lebenslage Haft für "Maskenmann" gefordert

Stade - Im Prozess gegen den mutmaßlichen Kindermörder Martin N. hat die Verteidigung am Mittwoch eine lebenslange Haftstrafe für den 41-Jährigen gefordert.

Eine anschließende Sicherungsverwahrung des Mannes sei aus Sicht der Verteidigung aber nicht notwendig, sagte der Anwalt am Mittwoch im Landgericht Stade. Der Verteidiger betonte, der 41-Jährige habe mit seinem Geständnis maßgeblich zur Aufklärung der Verbrechen beigetragen.

Prozessbeginn gegen den Maskenmann

Am Landgericht Stade in Niedersachsen beginnt am Montagmorgen der Prozess gegen den mutmaßlichen Kindermörder Martin N. © dapd
In einem Gefahrentransporter wird... © dapd
... der 40-jährige Angeklagte zum Landgericht Stade gebracht. © dapd
Dem Angeklagten wird von der Staatsanwaltschft vorgeworfen, ... © dpa
... drei Jungen im Alter von 8 bis 13 Jahren ermordet zu haben. Außerdem werden ihm 20 Missbrauchstaten an Kindern zur Last gelegt. © dapd
Er soll seine Opfer von 1992 an in Schullandheimen, Zeltlagern und in Bremer Wohnhäusern missbraucht oder sie von dort aus verschleppt haben. Aus diesem Landheim war Dennis K. entführt worden. © dapd
Der als "schwarzer Mann" oder "Maskenmann" Gesuchte war im April in Hamburg nach einer neuen Zeugenaussage eines frueheren Missbrauchsopfers festgenommen worden. Der Angeklagte hat bei polizeilichen Vernehmungen die Taten gestanden. © dapd
Im September 2001 durchsuchte die niedersächsische Polizei ein Waldstück bei Wulsbüttel nach dem vermissten Dennis K. © dapd
In einem Buschwerk bei Kirchtimke (Kreis Rotenburg-Wümme) wurde die Leiche schließlich gefunden. © dapd

Der aus Bremen stammende Pädagoge Martin N. soll jahrelang nachts mit einer schwarzen Sturmhaube getarnt in Häuser, Zeltlager und Ferienheime eingedrungen sein, um sich an kleinen Jungen zu vergehen. Er wurde später in den Medien als “Maskenmann“ bekannt. Der Mann gestand, drei Jungen entführt und getötet zu haben. Erst fast zehn Jahre nach dem letzten Fall war es der Polizei gelungen, Martin N. in Hamburg festzunehmen. Das Urteil wird für Ende Februar erwartet.

dpa

Rubriklistenbild: © dapd

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