Hamsterkäufe in Deutschland

Coronavirus in Deutschland: Das soll man laut Experten für Notfälle immer im Haus haben

Das neuartige Coronavirus breitet sich weiter aus. Auch in Deutschland steigt die Zahl der Infizierten und Menschen tätigen Hamsterkäufe. Was raten Experten?

  • Das neuartige Coronavirus* breitet sich weiter aus. Die Zahl der Infizierten steigt rapide.
  • Menschen in Italien und mittlerweile auch Deutschland tätigen Hamsterkäufe.
  • Was raten Experten?

München - Das Coronavirus hält Europa auf Trab. Das Virus breitet sich immer weiter aus - und ist zurück in Deutschland. Die 14 Sars-CoV-2-Infektionen vor mehr als zwei Wochen in Bayern gelten mittlerweile alle als virenfrei. Inzwischen sind jedoch immer mehr neue Fälle in Deutschland zu beklagen. Zuletzt erreichte das Virus auch Norddeutschland. Und die Menschen bereiten sich mittlerweile mit Hamsterkäufen auf das Virus vor. 

Coronavirus veranlasst auch in Deutschland Menschen zu Hamsterkäufen

In Italien, dem Land mit den meisten Infizierten in ganz Europa, werden viele Menschen panisch. Die Zahl der Infizierten steigt und steigt. Mittlerweile spricht man von 650 Infizierten (Stand: 27. Februar). 

Die Straßen in einigen Regionen sind wie ausgestorben, Veranstaltungen wie beispielsweise Fußballspiele der Serie A werden zu Geisterspielen und auch Schulen und öffentliche Einrichtungen bleiben geschlossen. Gleichzeitig sind viele Supermärkte leergeräumt. Die Menschen tätigen aus Panik Hamsterkäufe und bunkern große Mengen an Lebensmitteln zu Hause. Auch in Deutschland gibt es mittlerweile die ersten Menschen, die Lebensmittel horten.

Das Coronavirus führt zu einer verstärkten Nachfrage nach haltbaren Lebensmitteln und Hygieneprodukten, wie Aldi-Süd und Lidl in den vergangenen Tagen beobachteten. Aldi und Lidl reagieren bereits jetzt „intensiv“. Was raten Experten? Was sollte man bei Lebensmittelvorräten beachten?

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Coronavirus in Deutschland: Lebensmittelvorrat - Was Experten empfehlen

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BKK) gibt Hinweise, welche Lebensmittel man im Haus haben und wie man diese aufbewahren sollte. Dabei bezieht es sich auf einen Katastrophenfall im Allgemeinen für einen Zeitraum von zehn Tagen, nicht jedoch im speziellen auf das Coronavirus.

Es geht bei den Experten-Ratschlägen also vor allem um eine grundlegende Vorbereitung auf unvorhergesehene Notsituationen, zu denen beispielsweise auch Naturkatastrophen zählen.

Demnach könne ein Mensch unter Umständen drei Wochen ohne Nahrung auskommen, jedoch nur vier Tage ohne Flüssigkeit. Allgemein empfehlen sich (Quelle: Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe):

Liste von Lebensmitteln für Ernstfälle von Coronavirus bis Naturkatastrophe

  • Pro Person ca. 14 Liter Flüssigkeit pro Woche. Hier eignen sich: Mineralwasser, Fruchtsäfte, länger lagerfähige Getränke.
  • Keine Experimente. Es soll ein Vorrat an Lebensmitteln und Getränken vorrätig sein, den man normalerweise auch nutzt.
  • Auf einen möglichen Stromausfall vorbereitet sein und Lebensmittel horten, die auch ohne Kühlung "überleben" können.
  • Auf das Mindesthaltbarkeitsdatum achten. Alle Lebensmittel sollten ohne Kühlen länger haltbar sein.
  • Lebensmittel kühl, trocken und dunkel aufbewahren sowie auf eine luftdichte Verpackung achten.
  • Ältere Lebensmittel zuerst aufbrauchen.
  • Auch tiefgekühlte Lebensmittel zählen zum Notvorrat. Bei einem möglichen Stromausfall lassen sich diese problemlos verwenden. Es wird darauf hingewiesen, einmal aufgetaute Lebensmittel nicht erneut einzufrieren.
  • Alternativen wie beispielsweise Campingkocher in Betracht ziehen.
  • Auch Spezialkost sollte nicht vergessen werden, beispielsweise für Diabetiker, Allergiker oder Babys.
  • Auch der Bedarf für Haustiere sollte gedeckt werden. 

Des Weiteren bietet das BKK eine „persönliche Checkliste“ zum Download für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen an. 

*Merkur.de und tz.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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mbr

Rubriklistenbild: © dpa / Claudio Furlan

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