Leiche im Weinfass: Winzer gesteht Brudermord

Würzburg. Wende im Mordprozess gegen einen Winzer: Nachdem der 54 Jahre alte Angeklagte vor Gericht beharrlich geschwiegen hatte, gestand er am Mittwoch vorm Landgericht Würzburg die Tötung seines Bruders. Er habe ihn erschlagen und die Leiche anschließend in einen Weintank gelegt.

Das erklärte der Mann aus Dettelbach in Franken in dem von seinem Anwalt verlesenen Geständnis.

Sein Bruder habe ihn an dem Tag verhöhnt und ausgelacht, da sei ihm „der Kragen geplatzt“. Die Brüder sollen seit mehr als 30 Jahren Probleme miteinander gehabt haben. Dabei sei es unter anderem darum gegangen, dass das 58 Jahre alte Opfer dem Angeklagten seine Frauen ausgespannt haben soll.

Ein weiterer Grund für den tödlichen Gewaltausbruch im Januar 2011 sei Existenzangst gewesen. Der ältere Bruder habe ihm angedroht, dass er den Hof verlieren werden, erklärte der Angeklagte.

Der 54-Jährige hatte zu Prozessbeginn im Januar zu Protokoll gegeben, dass er sich vor Gericht - über seine Angaben gegenüber einem psychiatrischen Gutachter hinaus - nicht weiter äußern werde. Im Verlauf des Prozesses hatten jedoch Mitgefangene als Zeugen ausgesagt, dass der Winzer in der Zelle von der Tötung des Bruders erzählt habe.

Der ältere Bruder war Ende Januar 2011 zunächst als vermisst gemeldet worden. Wenig später fand die Polizei im Wohnhaus des Mannes Spuren, die auf ein Gewaltverbrechen hindeuteten, und kurz darauf auch die Leiche in einem Weißweintank auf dem Hof des Angeklagten. (dpa/dob)

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