150 Leichen vor Tunesien aus dem Meer gefischt

Genf - Vor der nordafrikanischen Küste ist am Donnerstag ein Flüchtlingsboot gekentert. Bis zum Freitag sind bereits 150 Leichen geborgen worden. Mehrere hundert Menschen konnten aber gerettet werden.

Nach der Havarie eines Flüchtlingsbootes vor der nordafrikanischen Küste sind bis Freitag 150 Leichen geborgen worden. Das berichtete die Internationale Organisation für Migration (IOM) in Genf unter Berufung auf die tunesische Hilfsorganisation Roter Halbmond. Ein Sprecher des UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR ergänzte, unter den Toten seien auch Frauen und Kinder. An Bord des Schiffes sollen sich 850 Menschen befunden haben. Nach UNHCR-Angaben wurden 578 Menschen gerettet und in Auffanglager nahe der tunesischen Grenze zu Libyen gebracht. Die meisten seien Schwarzafrikaner. “Das war offenbar einer der schlimmsten und tödlichsten Unfälle im Mittelmeer in diesem Jahr“, sagte der UNHCR-Sprecher.

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Nach IOM-Angaben sind seit Februar mehr als 20 000 Menschen von Tunesien und 13 000 von Libyen aus über das Meer zu ihrer gefährlichen Fahrt in Richtung der italienischen Insel Lampedusa aufgebrochen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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