Leichenteile in See - Beziehungstat vermutet

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Im Fall der toten und zerstückelten Frau vom Tollensesee sind die Ermittler vorangekommen. Bis auf den Kopf sind alle Leichenteile gefunden worden.

Neubrandenburg - Nach der Entdeckung einer zerstückelten Frauenleiche in einem See in Mecklenburg gehen die Ermittler von einer Beziehungstat aus. Am Montag wurde ein weiteres Körperteil gefunden.

Polizei und Staatsanwaltschaft kündigten einen Massen-Gentest unter Männern in Neubrandenburg im Alter von 50 bis 70 Jahren an.

Das Opfer soll älter gewesen sein als bisher angenommen. Es war zunächst auf 25 bis 55 Jahre geschätzt worden. “Die Rechtsmedizin rechnet jetzt eher mit dem oberen Bereich“, sagte Oberstaatsanwalt Gerd Zeisler.

Die ersten Teile der Frauenleiche waren zum Jahreswechsel am Tollensesee gefunden worden. Später wurden auch Teile im Mühlenteich entdeckt. Dessen Wasser soll abgelassen werden, um den noch fehlenden Kopf zu finden. Am Dienstag solle dort mit der Suche begonnen werden, sagte eine Polizeisprecherin.

Bei den Ermittlungen sicherte die Mordkommission an den Plastiktüten, in denen die Leichenteile wahrscheinlich transportiert wurden, DNA-Spuren. Deshalb hofft sie, den Täter anhand von Speichelproben überführen zu können. Laut Polizei und Staatsanwaltschaft hat das Amtsgericht Neubrandenburg einem Gentest aller rund 9000 Männer in Neubrandenburg im Alter von 50 bis 70 Jahren zugestimmt.

dpa

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