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Klimaaktivisten in Köln: Blutige Angelegenheit – Polizist reißt Hand von Klimakleber vom Asphalt

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Von: Stefanie Fischhaber

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Für den Klimaschutz kleben sich Aktivisten der „Letzten Generation“ auf die Straße. Meist muss die Polizei sie dann gewaltsam entfernen. Doch die Aktivisten nehmen auch Verletzungen in Kauf.

Köln – Vor knapp einem Jahr starteten Klimaaktivisten der „Letzten Generation“ ihre Straßenblockaden. Im nordrhein-westfälischen Dorf Lützerath wollen die Klimaaktivisten nun eine Räumung verhindern, indem sie das Dorf blockieren. In anderen Teilen Deutschlands haben die Klimaaktivisten ihre Proteste weiter verstärkt. Manche nehmen für den Klimaschutz sogar Verletzungen in Kauf.

„Letzte Generation“ blockiert Kölner Innenstadt: Polizei reißt Klimaaktivisten von der Straße

Am Freitag (6. Januar) hatten Aktivisten der „Letzten Generation“ eine Straße in der Kölner Innenstadt blockiert. Zehn Aktivisten hatten sich auf der Fahrbahn im Bereich der Pipinstraße festgeklebt. Der Verkehr wurde dort teilweise eingeschränkt, bis die Polizei die Protestierenden schließlich von der Straße entfernte, berichtet merkur.de.

Aktion von Letzte Generation in Köln.
In Köln klebten sich am Freitag wieder Klimaaktivisten auf die Straße. © Henning Kaiser/ dpa

Dass dies nicht immer ohne Verletzungen vonstattengeht, zeigte nun ein Interview von RTL. Der Kölner Aktivist David Berres erlitt durch den Polizeieinsatz eine Wunde an der Hand. Die Haut war weit aufgerissen und blutete so stark, dass das Blut auf den Boden tropfte. Doch für den Klimaprotest nahm Berres die Verletzung gerne in Kauf. „Es sieht von außen schlimmer aus, als es ist“, sagte er dem Sender.

Blutige Hand nach Klimaprotest: Klimaaktivist nimmt Verletzungen in Kauf

Die Wunde und Schmerzen sehe er gelassen, darüber mache er sich keine Sorgen. Die Verletzung spielte für den Klimaaktivisten auch nur eine Nebenrolle. Viel wichtiger sei ihm, dass der Protest auch eine Wirkung zeigte. Berres hoffe, dass sich der Protest und seine Verletzung auch lohnten.

„Wir haben auf jeden Fall eine Menge Aufmerksamkeit erregt. Wir haben eine Störung erreicht“, meinte der Klimaaktivist. Darin bestehe das Hauptziel der „Letzten Generation“. Durch ihre Proteste wollen sie Druck auf die Regierung ausüben und das Thema Klimaschutz stärker in den Fokus der Gesellschaft rücken, erklärte Berres. Dafür riskierte der Klimaschützer auch eine Handverletzung. Der Protest in Köln hängt laut der Westdeutschen Zeitung vor allem mit der geplanten Erweiterung des Braunkohletagebaus Garzweiler II zusammen. (sf)

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