Spurensuche im Skandal

Lidl-Lieferant: Pferdefleisch aus Deutschland

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Die Spurensuche im Pferdefleisch-Skandal geht weiter.

Münster - Im europaweiten Pferdefleisch-Skandal führt eine weitere Spur nach Deutschland, wie die Firma Hilcona, Lieferant der Discounterkette Lidl, nun erklärte.

Die Firma Hilcona, der Liechtensteiner Partner der Supermarktkette Lidl, erklärte am Montag, ein deutsches Unternehmen aus dem Münsterland habe falsch deklarierte Ware geliefert. Die Rohware für das Produkt „Combino Tortelloni Rindfleisch“ sei vom Fleisch-Lieferanten Vossko gekommen, es enthalte undeklariertes Pferdefleisch. Das Nudelgericht war am Freitag vom Discounter Lidl aus den Regalen entfernt worden.

Ein Sprecher der Firma Vossko aus Ostbevern in Nordrhein-Westfalen bestätigte, dass Hilcona die Zusammenarbeit aufgekündigt habe. „Wir lassen gerade durch zwei Labore Proben unserer vier Lieferanten von Rindfleisch aus dem vergangenen neun Monaten untersuchen. Frühestens Dienstagabend werden wir erste Ergebnisse haben“, sagte ein Vossko-Sprecher zur Nachrichtenagentur dpa. Bei den Lieferanten handele es sich um drei deutsche Partner und einen aus dem europäischen Ausland. Aus welchem Land genau wollte der Sprecher nicht sagen.

Schuhbecks Geniesser Service wird überprüft

Inzwischen ist im Pferdefleisch-Skandal auch der Name von Starkoch Alfons Schuhbeck ins Spiel gekommen. Experten des Verbraucherministeriums von Mecklenburg-Vorpommern überprüfen derzeit den Fertigprodukte-Hersteller SGS Geniesser Service, bei dem auch der Münchner Spitzenkoch Alfons Schuhbeck Gerichte produzieren lässt. Diese seien aber nicht betroffen, hieß es.

dpa

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