Kripo ermittelt

Feuerwehrler (19) im Einsatz gestorben - Neue Entdeckung bestätigt entsetzlichen Verdacht

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Mit erst 19 Jahren verstorben: Der Feuerwehrler Stefan starb im Einsatz.

Tragödie in der kleinen Gemeinde Lienen (NRW): Ein erst 19-jähriger Feuerwehrmann bezahlte seinen Einsatz mit dem Leben. Nun ermittelt die Kripo. 

  • Bewohner hatten in Lienen (NRW) wegen Gasgeruchs die Feuerwehr gerufen.
  • Als die Einsatzkräfte sich auf die Suche nach der Ursache machten, kam es zur Explosion.
  • Ein junger Feuerwehrmann verlor sein Leben.


Update vom 14. Februar 2020: Der bei einer Gasexplosion in Lienen im nördlichen Münsterland getötete Feuerwehrmann ist von herabstürzenden Trümmerteilen erschlagen worden. Das teilte die Staatsanwaltschaft in Münster nach der Obduktion am Freitag mit. Der 19 Jahre alte Feuerwehrmann war nach komplizierten Bergungsarbeiten am vergangenen Samstag tot aufgefunden worden. Die Mordkommission geht von einer vorsätzlich herbeigeführten Explosion aus. Es gebe aber derzeit keine Hinweise darauf, dass gezielt Feuerwehrleute getötet werden sollten, sagte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt.

Bisherigen Ermittlungen zufolge war aus einer im Keller platzierten Flasche Gas ausgetreten. Nun habe man im Keller noch eine Kerze gefunden. Es sei davon auszugehen, dass die Gasexplosion mit ihr herbeigeführt wurde, hieß es aus der Mordkommission. Die am Tatort sichergestellte Gasflasche und die Kerze würden beim Landeskriminalamt in Düsseldorf auf auswertbare Spuren untersucht. Man hoffe auf DNA-Spuren. Es sei nicht auszuschließen, dass die Tat von einer oder mehreren Personen begangen worden sei, die nicht in dem Haus lebten. Ein Motiv sei weiter unklar.

Feuerwehrler (19) im Einsatz gestorben - Entsetzlicher Verdacht nach Tragödie

Update 11. Februar 2020: Erste Ermittlungsergebnisse vom Wochenende deuten laut verschiedenen Medienberichten darauf hin, dass die Explosion in dem Wohnhaus möglicherweise vorsätzlich herbeigeführt wurde. Die Feuerwehrkräfte suchten nach dem Ursprung des Gasgeruchs, als es zu der verheerenden Explosion kam. Nun sollen Zeugen vernommen werden. 

Lienen (NRW): Feuerwehr trauert um jungen Kameraden - bei Gasexplosion gestorben

Update 10. Februar 2020: Nach der Tragödie in der Ortschaft Lienen hat die Freiwillige Feuerwehr auf der Facebook-Seite einen berührenden Nachruf auf ihren toten Kameraden geschrieben. 

Im Nachruf, der schon von Zehntausenden geteilt wurde, heißt es: „Unser junger Kamerad Stefan ist aus diesem Einsatz nicht zurückgekehrt. Für ihn kam unter den massiven Trümmern jede Hilfe zu spät. Auch Stunden und Tage nach diesem Unglück macht es uns sprachlos, diesen Verlust zu begreifen. Mit gerade einmal 19 Jahren ist Stefan viel zu früh von uns gegangen. Wir sind 170 Frauen und Männer, aber die Lücke, die jetzt in unserer Reihe klafft, ist unbeschreiblich groß. Mit Stefan verlieren wir einen hoch engagierten Kameraden und Freund, für den die Feuerwehr stets das Größte war.“

Der Verstorbene habe ein beispielhaftes Engagement vorgelegt und einen selbstlosen Einsatz gezeigt: „Stefan hat für die Feuerwehr gelebt und wir werden ihn niemals vergessen.“

Rätsel um Unglücksursache in Lienen - Kripo ermittelt nach Todesfall

Wie die Bild berichtet, ermittelt mittlerweile die Mordkommission. Laut Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt sei das eine „vorbeugende Maßnahme wegen der Schwere der Ereignisse.“ Bisher habe man den Unglücksort noch nicht betreten können. Die Ruine soll in den nächsten Tagen abgestützt werden. Auch das Nachrichtenportal msl24.de* berichtet von der rätselhaften Unglücksursache. Da der Gasgeruch vor der Katastrophe nicht aus einer Hausleitung stammen konnte, wurde auch das Erdgasnetz überprüft – dieses ist jedoch auch intakt.

Unter Trümmern eingeklemmt: Feuerwehrmann stirbt bei Gasexplosion im Keller eines Wohnhauses

Update von 19.16 Uhr: Nach stundenlangem Einsatz war es traurige Gewissheit. Ein Feuerwehrmann starb nach einer Gasexplosion in einem Wohnhaus, vier weitere wurden teils schwer verletzt.

Der getötete Feuerwehrmann war unter eingestürzten Trümmern des Hauses verschüttet worden. Ein Arzt konnte nur noch seinen Tod feststellen. Noch am Abend waren Einsatzkräfte dabei, den Leichnam des Mannes zu bergen. Dazu mussten zunächst eingestürzte Betonteile, die sich ineinander verkeilt hatten, beiseite geräumt werden. Ein weiterer eingeschlossener Kollege wurde zuvor aus dem teilweise eingestürzten Haus geborgen. Er kam mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus. Drei weitere Feuerwehrmänner wurden ebenfalls verletzt.

Rettungskräfte stehen nach einer Gasexplosion vor einem Mehrfamilienhaus. Zwei Feuerwehrleute waren zunächst eingeschlossen.

„Das ist eine sehr bedrückende Situationen für die vielen Helfer“, sagte der Polizeisprecher. Es seien Notfallseelsorger vor Ort, die sich um die Betroffenen kümmerten. „Der tragische Tod des Feuerwehrmanns erfüllt mich mit tiefer Trauer“, schrieb Innenminister Herbert Reul (CDU) auf Twitter. „Ich bin in Gedanken bei seiner Familie, Freunden und seinen Feuerwehrkameraden.“

Nach Gasexplosion in Wohnhaus in Lienen (NRW): Feuerwehrmann stirbt

Update von 17.43 Uhr: Zwei Feuerwehrleute wurden bei einer Gasexplosion zunächst im Keller eines Wohnhauses eingeschlossen. Einer von ihnen konnte gerettet werden und kam schwer verletzt ins Krankenhaus. 

Wie der WDR berichtet, kam der zweite Feuerwehrmann bei dem Unglück ums Leben. Er war durch die Explosion unter den Trümmern eingeklemmt worden. Die Feuerwehr bestätigte den Tod des Mannes, er konnte bisher jedoch noch nicht geborgen werden.

Explosion im Keller eines Wohnhauses in Lienen: Zwei Feuerwehrleute zunächst eingeschlossen

Erstmeldung vom 8. Februar, 16.37 Uhr - Lienen - Nach einer Gasexplosion in einem Haus in Nordrhein-Westfalen ist einer der beiden eingeschlossenen Feuerwehrleute gerettet worden. „Wir haben den ersten jetzt herausgeholt“, sagte ein Sprecher der Polizei Steinfurt am Samstagnachmittag. 

Feuerwehrmann nach Gasexplosion gerettet: von seinem Kollegen fehlt noch jede Spur

„Nun arbeiten wir mit Hochdruck daran, auch den zweiten zu befreien.“ Von diesem gebe es allerdings weiterhin noch kein Lebenszeichen, die Lage sei unklar. Der Gerettete wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht.

Wegen Gasgeruchs hatten Bewohner in Lienen bei Osnabrück am Samstagvormittag die Feuerwehr alarmiert. Nach bisherigen Erkenntnissen kam es zu der Explosion, während die Feuerwehrleute nach dem Ursprung des Geruchs suchten. Alle Bewohner konnten zuvor in Sicherheit gebracht werden. Die Ursache für die Explosion war noch unklar. Das Gebäude war durch die Explosion teilweise eingestürzt.

In einem zwölfstöckigen Hochhaus in der Slowakei brach nach einer Gasexplosion ein Feuer aus. Mindestens sieben Menschen starben in den Flammen. Bei einer mutmaßlichen Gasexplosion in einem Wohnhaus in der niederländischen Stadt Den Haag sind mindestens neun Menschen verletzt worden.

dpa

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