Tödliche Verfolgungsjagd am Kapitol

Litt Amokfahrerin an postnatalen Depressionen?

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Die Frau starb im Kugelhagel.

Washington - Sie starb im Kugelhagel, ihre einjährige Tochter überlebte unversehrt. Nach der tödlichen Amokfahrt einer Frau am Kapitol in Washington sucht die Polizei nach den Motiven.

Die Frau, die sich in Washington eine Verfolgungsjagd mit der Polizei lieferte und erschossen wurde, hat nach Medienberichten an Depressionen gelitten. Die 34 Jahre alte Zahnhygienikerin aus dem US-Staat Connecticut habe eine Reihe mentaler Probleme gehabt, berichtete der TV-Sender NBC am Freitag. Laut einem Zahnarzt, für den die Frau arbeitete, habe sie nach einer ungeplanten Schwangerschaft gestresst gewirkt.

Nach der Entbindung habe sie an einer Wochenbettdepression gelitten, berichtete der Sender CNN unter Berufung auf anonyme Strafverfolger. Ihr Freund habe sich im Dezember bei der Polizei gemeldet, weil er sich um die Sicherheit des gemeinsamen Kindes sorgte. Ein Sprecher des Secret Service beschrieb die Autofahrerin als "schwarze Erwachsene". Ihre Identität solle geheim gehalten werden, bis ihre nächsten Angehörigen informiert seien.

Die Frau war am Donnerstag mit ihrem einjährigen Kind auf dem Rücksitz in eine Sicherheitsbarrikade vor dem Weißen Haus gefahren und dann quer durch die Innenstadt in Richtung Kapitol gerast. Dutzende Polizeiautos verfolgten das schwarze Auto. Nach dem Zusammenstoß mit einem Polizeiwagen wurde die Fahrerin von Polizisten getötet. Dem Kind ging es Medienberichten zufolge gut. Im Internet häuften sich kritische Stimmen über das Vorgehen der Polizei, die die unbewaffnete Mutter nach der Fahrt erschoss.

Polizeichefin Lanier äußerte sich nicht zu Spekulationen über den Hintergrund, sagte jedoch, es handele sich offenbar nicht um einen Unfall: "Dies war eine längere Verfolgungsjagd". Der Leiter der Polizeieinheit des Kapitols, Kim Dine, sagte, es scheine "ein isolierter Zwischenfall zu sein". Es gebe keinerlei Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund. Lanier betonte, die Sicherheitsvorkehrungen im Machtzentrum der USA hätten gut funktioniert. Die Beamten hätten "genau das getan, wozu sie da sind: Sie haben eine Verdächtige davon abgehalten, die Absperrungen mit einem Auto zu durchbrechen."

Wegen des Zwischenfalls wurde das Kapitol, der Sitz von Senat und Repräsentantenhaus, für mehr als halbe Stunde abgeriegelt. Auch das Weiße Haus wurde vorübergehend abgesperrt. Es ist der zweite schwere Zwischenfall in der US-Hauptstadt binnen weniger als drei Wochen: Am 16. September hatte ein psychisch gestörter Mann auf einem Marinestützpunkt in Washington ein Blutbad angerichtetund zwölf Menschen erschossen.

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Die Frau hatte am Donnerstagnachmittag mit ihrem Auto versucht, eine Sicherheitsabsperrung vor dem Weißen Haus zu durchbrechen, anschließend war sie zum Kapitol gerast. An einer weiteren Polizeisperre wurde sie erschossen, ihre kleine Tochter überlebte unversehrt. Das kleine Mädchen sei wohlauf und in der Obhut der Behörden, sagte Washingtons Polizeichefin Cathy Lanier. Ein Polizist und ein Beamter des Secret Service seien verletzt worden.

afp/dpa

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