Notstromleitung steht: Live-Ticker vom Freitag

Die Tragödie in Japan nimmt kein Ende: Die Bevölkerung muss nicht nur gegen die Verwüstung nach dem Tsunami kämpfen. Das Land steht zudem vor einer atomaren Katastrophe. Verfolgen Sie die aktuellen Ereignisse im Live-Ticker:

22.28 Uhr +++ Die Einsatzkräfte am Atomkraftwerk Fukushima haben die Notkühlung eines Reaktors mit großen Mengen Wasser aus der Luft und am Boden nach zwei Tagen zunächst beendet. Der Einsatz von Soldaten und Feuerwehrleuten sei am frühen Samstagmorgen abgeschlossen worden, teilte die Betreiberfirma Tepco im Internet mit. Jetzt soll versucht werden, die reguläre Kühlung für die Reaktorblöcke 1 und 2 mit Hilfe einer bereits verlegten Starkstromleitung wieder in Gang zu setzen.

21.21 Uhr +++ Nach dem massiven Wasserwerfereinsatz im Block 3 des Atomkraftwerks Fukushima ist der Druck in der Reaktorkammer etwas gesunken, wie aus dem jüngsten Bericht der japanischen Atomsicherheitsbehörde (NISA) hervorgeht. In den beiden anderen Blöcken aber, die nach dem Erdbeben vor einer Woche automatisch abgeschaltet wurden, zeigen die am Samstagmorgen (Ortszeit) veröffentlichten Werte eine leicht steigende Tendenz.

21.12 Uhr +++ Beim iPad 2 könnte es nach Einschätzung von Analysten wegen des Erdbebens in Japan zu Lieferengpässen kommen. Wie die US-Marktforschungsgruppe IHS iSuppli am Freitag mitteilte, stammen mindestens fünf Komponenten des neuen Tablet-Computers von Apple von japanischen Herstellern, deren Produktion durch das Erdbeben zum Teil beeinträchtigt wurde.

20.53 Uhr +++ Alle alten Atommeiler sind vom Netz. Jetzt drohen den Atomkonzernen milliardenschwere Nachrüstungen. Die Sorge vor der Atomgefahr könnte die politische Landschaft durcheinanderwirbeln. Die Grünen sind vor den Wahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz im Hoch.

20.21 Uhr +++ Die Verantwortlichen im schwäbischen Kernkraftwerk Gundremmingen halten ihren Meiler für deutlich sicherer als das Unglücks-Kraftwerk Fukushima in Japan. “Die Anlage in Fukushima entspricht nicht den deutschen Sicherheitsstandards“, sagte der technische Leiter des Kernkraftwerks, Helmut Bläsig, am Freitag.

18.53 Uhr +++ Der verheerende Tsunami vom 11. März war an seiner höchsten Stelle bis zu 23 Meter hoch. Das berichtete die Zeitung “Yomiuri Shimbun“ aus Tokio am Freitag auf ihrer Internetseite.

18.14 Uhr +++ Die aus dem beschädigten japanischen Atomkraftwerk Fukushima austretende radioaktive Strahlung hat die Westküste der USA erreicht. Die Werte seien jedoch minimal und stellten keine gesundheitliche Gefahr für den Menschen dar. 

18.11 Uhr +++ Die Tokioter Feuerwehr hat am Freitag erneut damit begonnen, Wasser auf Reaktorblock 3 des Atomkraftwerks Fukushima zu spritzen.Damit soll die Reaktorhülle gekühlt werden, um eine drohende Kernschmelze zu verhindern.

18.01 Uhr +++ Die Regierung der Niederlande will ihre in Japan lebenden Staatsbürger angesichts der aus dem Atomkraftwerk Fukushima austretenden Strahlung mit Jodtabletten versorgen.

17.55 Uhr +++ Deutschland hat Japan die Lieferung von Robotern für den Einsatz im Atomkraftwerk Fukushima angeboten. “Die Geräte stehen bereit“, sagte am Freitag ein Sprecher des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit in Berlin.

17.34 Uhr +++ Die Situation im und um das Atomkraftwerk Fukushima hat sich nach Einschätzung der IAEA weiter stabilisiert. “Ich würde es so beschreiben, dass es sich hin zu einer stabilen Lage entwickelt - was positiv ist“, sagte der IAEA-Experte Graham Andrew bei einer Pressekonferenz am Freitagnachmittag.

17.11 Uhr +++ Das Schweizer Fernsehen prüft als Reaktion auf die Reaktorkatastrophe in Japan die Streichung einzelner Folgen der Kultserie “Die Simpsons“.

16.58 Uhr +++ Im Wettlauf gegen die nukleare Katastrophe in Fukushima versucht Japan Zeit zu gewinnen. Der AKW-Betreiber Tepco hofft, dass er die havarierten Reaktoren 1 und 2 am Samstag über die wiederhergestellte Stromleitung versorgen kann, wie der Sender NHK am Freitag berichtete. Die Helfer hoffen, dass dann die Kühlung des AKW-Wracks in Gang kommt. Fast 140 Einsatzkräfte der Feuerwehr Tokio verspritzten zudem mit 30 Spezialfahrzeugen Wasser auf den Reaktor 3. Er ist wegen seiner Plutonium-Brennstäbe besonders gefährlich. Eine Woche nach dem Erdbeben stand die Lage weiter auf der Kippe

16.33 Uhr +++ Die Kernenergie gehört nach Ansicht von Unions-Fraktionschef Volker Kauder nicht zum Wertekanon seiner Partei. “Die Kernenergie war noch nie Teil des Wertefundaments der CDU“, sagte Kauder der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung“

15.54 Uhr +++ In Japan sind bei dem Beben und dem folgenden Tsunami vor einer Woche mindestens 6911 Menschen ums Leben gekommen. Das meldete der Fernsehsender NHK am Freitag unter Berufung auf die Polizei. Nach diesen Angaben werden noch immer mehr als 17 000 Menschen vermisst. Andere Quellen sprachen am Freitag von über 10 000 vermissten Menschen.

15.49 Uhr +++ Politiker der schwarz-gelben Koalition in Hessen halten das endgültige Ende beider Blöcke des Atomkraftwerks Biblis für möglich. Zu erwartende hohe Sicherheitsauflagen machten einen wirtschaftlichen Weiterbetrieb unwahrscheinlich, erklärten FDP-Fraktionschef Florian Rentsch und der umweltpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Peter Stephan, am Freitag in Wiesbaden.

15.29 Uhr +++ Im havarierten Reaktor 4 des japanischen Katastrophen-AKW Fukushima sammelt sich seit Freitag erneut explosiver Wasserstoff. Dies geht aus der aktuellsten Analyse des Japan Atomic Industrial Forum (JAIF) hervor. Das Risiko für eine weitere verheerende Wasserstoff-Explosion ist nach Expertenmeinung aber gering.

15.14 Uhr +++ Zur Versorgung der Erdbeben- und Tsunami-Opfer in Japan richtet die EU am Freitag eine Luftbrücke ein. 15 Zivilschutzexperten würden sich auf den Weg nach Tokio machen, um die Verteilung von Hilfsgütern zu organisieren.

15.06 Uhr +++ Die Luftfahrtindustrie rechnet nach dem Erdbeben und dem Tsunami in Japan mit einem großen Rückgang bei kommerziellen Flügen in das Land. Ein Aufschwung werde von der Entwicklung der atomaren Krise in Japan abhängen.

15.05 Uhr +++ Die Mediengruppe RTL Deutschland hat ihr Team für die Berichterstattung in Japan verstärkt. Der Auslandsreporter Ulrich Klose sei in die Hauptstadt Tokio geflogen, teilte ein Sprecher der Gruppe am Freitag mit. Wie und wo er zum Einsatz komme, werde aber abhängig von der Lage vor Ort entschieden. Der 54-Jährige unterstützt damit die beiden Reporter Carsten Lueb und Roger Saha, die derzeit aus Osaka im Süden des Japans für RTL sowie für den zur Gruppe gehörenden Nachrichtensender ntv berichten.

15.00 Uhr +++ Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA, Yukiya Amano, wird am Montag den Mitgliedsstaaten von seiner Reise nach Japan berichten. An diesem Tag trifft sich das IAEA-Leitungsgremium, der Gouverneursrat, zu einer Sondersitzung zum Reaktorunglück in Fukushima, teilte die Organisation am Freitag mit.

14.58 Uhr +++ Die schwedische Mode Kette Hennes und Mauritz (H&M) hat nach eigenen Angaben neun von zehn Geschäften in Japan geschlossen. Grund sei die anhaltende atomare Krise im Land. Die Filialen seien alle in der Region von Tokio, sagte ein Konzernsprecher, und seien bereits im Lauf der Woche vorübergehend geschlossen worden. Zusätzlich wurde die Eröffnung eines neuen Ladens am Samstag verschoben. Geöffnet bleibt nur das Geschäft in Osaka.

14.36 Uhr Der französische Präsident Nicolas Sarkozy hat am Freitag Japans Ministerpräsident Naoto Kan erneut die Hilfe seines Landes angeboten. Sarkozy würdigte in dem Telefonat nach Angaben seines Amtes “den Mut und die außergewöhnliche Würde“ des japanischen Volkes angesichts der Katastrophe in dem Inselreich. Sein Land stehe bereit, um weitere Hilfe für den Schutz der Bevölkerung sowie bei der Krisenbewältigung im Atomkraftwerk Fukushima Eins zu leisten.

Japan-Katastrophe: Bilder vom Freitag

Japan-Katastrophe: Bilder vom Freitag

14.32 Uhr +++ Finnland verlegt seine Botschaft von Tokio nach Hiroshima. Die Situation sei durch das havarierte Kernkraftwerk Fukushima sehr unsicher, teilte das finnische Außenministerium nach Angaben der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo am Freitag mit. Die Verlegung sei eine reine Vorsichtsmaßnahme, um die Arbeit der finnischen Vertretung unter allen Umständen aufrecht zu erhalten.

14.28 Uhr +++ Die deutsche Wirtschaft ist gegen einen überhasteten Atomausstieg. Führende Wirtschaftsverbände warnten am Freitag in München davor, nach dem Reaktorunglück in Japan vorschnelle Entscheidungen zu treffen. “Für Populismus ist keinerlei Anlass“, sagte der Präsident des Bundesverbandes der Deutscher Wirtschaft (BDI), Hans-Peter Keitel, dem Bayerischen Rundfunk (BR).

14.27 Uhr +++ Die EU will Japan im Kampf gegen die Folgen des Atomunglücks unterstützen. “Wir stehen mit technischer Hilfe bereit, um beim Herunterkühlen des Atommeilers zu helfen“, sagte eine Sprecherin der EU-Kommission am Freitag in Brüssel. Dabei gehe es vor allem um mittel- und langfristige Hilfe: Nach ihren Angaben wird es rund ein Jahr dauern, bis der Reaktor komplett heruntergekühlt ist. In dieser langen Periode könnten die EU-Länder mit Material, technischen Geräten und Experten helfen. Bislang gebe es aber noch keine Anfrage der Regierung in Tokio.

14.20 Uhr +++ Ein Ausstieg aus der Kernenergie ist nach Ansicht des Öko-Instituts und des World Wide Funds For Nature (WWF) bis 2020 möglich, ohne dass die Strompreise explodieren oder eine Stromlücke entsteht. Auch Sonnen- und Windenergieanlagen müssten nicht über die bisher geplanten Grenzen hinaus ausgebaut werden, erklärte Felix Matthes vom Öko-Institut am Freitag in Berlin. Er stellte Untersuchungen vor, die das Institut angesichts der durch die Atomkatastrophe in Japan entstandenen Situation angestellt hat.

14.10 Uhr +++ Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht derzeit grundsätzlich keine Gefahr bei Reisen nach Japan. Aber: Das gilt nicht für alle Landesteile. Die Entwarnung gelte nicht für die Regionen im Norden, wo die havarierten Atommeiler stünden und wo es wegen des Erdbebens und des Tsunami heftige Verwüstungen gebe, sagte ein WHO-Sprecher am Freitag in Genf.

13.37 Uhr +++ Am Katastrophen-AKW Fukushima sind am Freitag fast 140 Feuerwehrleute aus Tokio zum Einsatz gekommen. Diese rückten mit 30 Fahrzeugen an, berichtete das staatliche Fernsehen NHK am Freitagabend (Ortszeit). Sie verspritzten 50 Tonnen Wasser auf den havarierten Reaktor 3, um eine Kernschmelze darin zu verhindern. Es handelte sich um Fahrzeuge, die normalerweise für Einsätze an hohen Gebäuden gedacht sind: Mit ihnen können die Feuerwehrleute aus 22 Metern Wasser spritzen.

13.30 Uhr +++ Reisende aus Japan können sich an Deutschlands größtem Flughafen in Frankfurt auf radioaktive Strahlung untersuchen lassen. Für Passagiere von Direktflügen aus dem Land gebe es von 15.00 Uhr an ein entsprechendes Angebot, kündigte Hessens Umweltministerin Lucia Puttrich (CDU) am Freitag in Wiesbaden an.

13.23 Uhr +++ Japanische Behörden haben eine deutsche Kinderheimleiterin im Katastrophengebiet um Hilfe gebeten. “Die Präfektur Iwate hat uns gefragt, ob wir noch Kinder aufnehmen können“, sagte Franziskanerschwester Caelina Mauer am Freitag in einem Telefongespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. Sie habe sofort zugesagt und könne noch 15 weiteren Kindern helfen, die obdachlos geworden oder Waisen seien.

12.21 Uhr +++ Das US-Militär hat Japan Unterstützung durch 450 Strahlenexperten angeboten. Die Einheit könne dem Land bei der Bewältigung seiner Nuklearkrise helfen, sagte der Befehlshaber des US-Pazifikkommandos, Admiral Robert Willard, am Freitag nach Angaben der japanischen Agentur Kyodo. Ein Team aus neun US-Spezialisten sei bereits nach Japan geschickt worden.

12.15 Uhr +++ Die hessische Landesregierung hat die Abschaltung des Atomkraftwerks Biblis angeordnet.

11.57 Uhr +++ Auf die massive Kritik am Krisenmanagement der japanischen Regierung hat Ministerpräsident Naoto Kan mit dem Versprechen reagiert, mehr Informationen über die Atomkrise zu liefern. “Ich möchte versprechen, dass wir der (internationalen Atomenergiebehörde) IAEA so viele Informationen wie möglich zur Verfügung stellen wollen, auch der ganzen Welt“, sagte Kan nach einem Treffen mit IAEA-Chef Yukiya Amano am Freitag in Tokio.

11.28 Uhr +++ Nach Angaben der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen ist die Situation für ältere Menschen nach der Erdbeben-Katastrophe in Japan besonders schlimm. “Stark betroffen sind in den Notunterkünften die chronisch kranken Menschen - und das sind oft die Älteren“, sagte Geschäftsführer Frank Dörner am Freitag in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa.

11.22 Uhr +++ Der Wind am japanischen Unglücksreaktor soll zu Beginn kommender Woche wieder in Richtung der Millionen-Metropole Tokio drehen. “Wie weit sich die Radioaktivität dann ausbreitet, kann man aber noch nicht sagen“, sagte Christina Speicher vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Am Dienstag soll der Wind voraussichtlich erneut seine Richtung ändern und wieder auf Nord/Nordwest umschwenken.

10.31 Uhr +++ Wegen des Atom-Moratoriums der Bundesregierung erwartet der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck milliardenschwere Schadenersatzforderungen der Energieversorger. Die Abschaltung der noch vor wenigen Tagen als sicher erachteten Reaktoren sei schwer begründbar, sagte der SPD-Politiker am Freitag im Bundesrat. Denn nach der Katastrophe in Japan habe sich in Deutschland nicht die Sicherheit der Atomkraftwerke, sondern nur die politische Lage verändert.

10.30 Uhr +++ Ein EU-weiter Ausstieg aus der Nutzung der Atomkraft ist nach Ansicht des deutschen EU-Energiekommissars Günther Oettinger auch mittelfristig unrealistisch. Im Jahr 2030 werde man in den EU-Staaten zwar “weniger als die heutigen 30 Prozent Kernkraftanteil“ haben, “aber sicher nicht 0 Prozent“, sagte Oettinger der “Stuttgarter Zeitung“ (Freitagausgabe). Man könne “den Mitgliedsstaaten ihre vertraglich geregelte Kompetenz nicht wegnehmen“. Zudem würden einige Staaten “auch in diesen Tagen an der Kernkraft als zentralem Pfeiler ihrer Energieversorgung festhalten“.

10.24 Uhr +++ Die japanische Atomenergiebehörde hat das Atomunglück von Fukushima von 4 auf 5 auf der 7-stelligen Skala hochgestuft. Die Skala definiert Stufe 4 als einen Vorfall mit lokalen Konsequenzen und Stufe 5 mit weitergehenden Konsequenzen.

10.12 Uhr +++ Das niedersächsische Kernkraftwerk Unterweser liefert keinen Strom mehr ins Netz. Am Freitagmorgen um 3.33 Uhr sei das AKW nach dem Runterfahren vom Netz genommen worden, teilte der Betreiber E.ON Kernkraft in Hannover mit.

10.08 Uhr +++ Japans Ministerpräsident Naoto Kan besucht möglicherweise am Montag das Katastrophengebiet im Nordosten des Landes. Das deutete Regierungssprecher Yukio Edano nach Angaben der Nachrichtenagentur Kyodo am Freitag an.

09.44 Uhr +++ Die deutsche Industrie warnt vor einem kurzfristigen Ausstieg aus der Atomenergie. “Alle Experten wissen, dass wir auf absehbare Zeit die Atomenergie in Deutschland brauchen“, sagte der Präsident des Bundesverbands der deutschen Industrie (BDI), Hans-Peter Keitel, am Freitag im Deutschlandfunk. Außerdem müsse darüber gesprochen werden, was an Stelle der Atomenergie kommen solle.

09.42 Uhr +++ Der Bundesrat hat der Erdbebenopfer in Japan gedacht. Zu Beginn der Sitzung am Freitag sagte die Präsidentin der Länderkammer, die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD), Japan erfahre zurzeit unermessliches Leid. Nach Erdbeben und Tsunami seien Tausende Tote zu beklagen. “Es geht die Angst um vor den Folgen einer nuklearen Katastrophe.“ Japan könne sich auf Hilfe aus Deutschland verlassen, versicherte die Bundesratspräsidentin.

09.36 Uhr +++ Die erneuten Kühlversuche am Reaktor 3 des havarierten Atomkraftwerks Fukushima Eins sind erfolgreich. Das sagte Regierungssprecher Yukio Edano am Freitagabend (Ortszeit) auf einer Pressekonferenz.

09.35 Uhr +++ Sie werden die “Fukushima 50“ genannt - jetzt bekommen die Männer, die im havarierten Atomkraftwerk in Japan gegen den Super-GAU kämpfen, Verstärkung. Mehr als 120 Männer seien inzwischen am Ort des Geschehens im Einsatz, darunter auch Spezialisten anderer Atomkonzerne, sagte ein Sprecher der Betreibergesellschaft Tepco der Nachrichtenagentur dpa am Freitag. Japanische Medien berichteten am Freitag, es seien rund 140 Feuerwehrleute auf dem Weg zum Kraftwerk, um die Armee zu unterstützen.

09.19 Uhr +++ Nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bleibt das Risiko der Strahlenbelastung nach dem Reaktorunglück in Japan lokal begrenzt. Es gebe “keine Hinweise auf eine signifikante Verbreitung von radioaktivem Material“ abseits der unmittelbaren Umgebung des Atomkraftwerks Fukushima-Daiichi, sagte der Leiter der WHO in China, Michael O'Leary.

09.17 Uhr +++ Japans Fußball-Nationalmannschaft bestreitet am 29. März ein Benefizspiel gegen eine Auswahl der heimischen Profiliga. Die Einnahmen der Partie im Nagai Stadium von Osaka sollen den Opfern der Erdbebenkatastrophe zu Gute kommen. Das teilte der japanische Fußballverband (JFA) mit.

08:02 Uhr +++ Der AKW-Betreiber Tepco hofft, die Reaktoren 1 und 2 am Samstag mit der wiederhergestellten Stromverbindung versorgen zu können.Am havarierten Atomkraftwerk Fukushima Eins seien seit dem Erdbeben vor einer Woche die Kühlsysteme dreier Reaktoren defekt. Der Strom wird für die Kühlung benötigt

07:41 Uhr +++ Nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bleibt das Risiko der Strahlenbelastung nach dem Reaktorunglück in Japan lokal begrenzt.Außerhalb einer Zone von 30 Kilometern rund um das Kraftwerk besteht nach Auffassung von Gesundheitsexperten nur ein geringes Risiko.

07:32 Uhr +++ Die Kühlversuche per Wasserwerfer sollen nun auch auf Reaktor 1 des Atomkraftwerks Fukushima Eins ausgeweitet werden.Das sagte Regierungssprecher Yukio Edano nach Angaben des Fernsehsenders NHK vom Freitag. Zuvor war der Einsatz der Wasserwerfer nur für die Blöcke 3 und 4 geplant gewesen.

07:08 Uhr +++ Genau eine Woche nach dem verheerenden Erdbeben und Tsunami haben Menschen überall in Japan in einer Schweigeminute der Opfer der Katastrophe gedacht.

06:40 Uhr +++ Auf zwei Wegen wollen die Techniker im havarierten Atomkraftwerk Fukushima Eins die Kontrolle über die beschädigten Reaktoren zurückgewinnen.Am Freitagmittag (Ortszeit) begann die Armee erneut, Reaktor 3 mit Wasserwerfern zu kühlen. Diese Methode soll auch bei Block 4 und womöglich auch bei Block 1 helfen. Bei den Reaktoren 1 und 2 soll zudem eine neu verlegte Stromleitung das Kühlsystem wieder zum Laufen bringen.

06:07 Uhr +++ Am havarierten Atomkraftwerk Fukushima Eins haben Feuerwehrleute und Soldaten mit einem zweiten Kühlversuch begonnen. Am Freitagmittag gegen 14.00 Uhr (Ortszeit) richteten Einsatzfahrzeuge der Armee ihre Wasserfontänen auf die strahlenden Reaktoren.

05:58 Uhr +++ Nach Einschätzung der US-Behörden droht den Menschen an der amerikanischen Westküste kein Gesundheitsrisiko durch die Reaktorunfälle in Japan. Die Strahlung, die von Japan aus das amerikanische Festland erreichen könnte, sei “so gering“, dass sie keine Bedrohung darstelle, sagte Howard Backer, Leiter der kalifornischen Gesundheitsbehörde.

05:44 Uhr +++ Zumindest am Freitag werden die Armee-Helikopter nicht erneut zum Einsatz kommen, um die Reaktoren am Unglücks-Atomkraftwerk zu kühlen. Zunächst sollen Armee und Feuerwehr vom Boden aus mit Wasserwerfern arbeiten. Die Aktion aus der Luft war am Donnerstag sehr heikel, weil die Hubschrauber wegen hoher Radioaktivität nicht über den Ruinen kreisen durften.

05:28 Uhr +++ Der ehemalige Vorsitzende der Linkspartei, Oskar Lafontaine, will die Bundeswehr als Katastrophenhelfer nach Japan entsenden. “Die Bundeswehr hat technische Geräte, um atomare Verseuchung zu bekämpfen. Es bietet sich doch an, diese technischen Geräte jetzt den Japanern zur Verfügung zu stellen“, sagte Lafontaine.

05:12 Uhr +++ In die von der Naturkatastrophe zerstörten Gebiete im Nordosten Japans kehrt der Alltag nach und nach zurück. Um die Versorgung mit Nahrungsmitteln sicherzustellen, öffneten fast alle Geschäfte in einer Einkaufsstraße in Sendai. Auch die Läden in Tome boten den Kunden das Nötigste, nachdem die Stromversorgung wieder aufgebaut war.

05:05 Uhr +++ Grünen-Bundestagsfraktionschef Jürgen Trittin geht davon aus, dass nach dem jetzigen Atomgesetz einige Kernkraftwerke bis Mitte des Jahrhunderts weiter laufen können. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) habe mit ihrer Atompolitik die “Garantie zum Weiterbetrieb einer gefährlichen und unbeherrschbaren Technik“ gegeben, sagte Trittin.

05:04 Uhr +++ Feuerwehrmänner aus Tokio sollen beim Kühlen der überhitzenden Reaktoren im Atomkraftwerk Fukushima Eins helfen. Mehr als 100 Helfer seien in der Stadt Iwaki südlich der Anlage in Fukushima angekommen.

05:03 Uhr +++ Die Zahl der offiziell bestätigten Todesopfer nach dem Beben und der Wasserwalze in Japan steigt weiter. Die Polizei sprach am Morgen von 6405 Toten, wie die Nachrichtenagentur Kyodo berichtet. 10 259 Menschen werden vermisst.

05:00 Uhr +++ Japan hat nach Informationen der “Stuttgarter Nachrichten“ ferngesteuerte Roboter angefragt, um sie in die Atomanlage hineinzulenken. In Deutschland stünden solche Roboter in den kerntechnischen Anlagen zur Verfügung.

04:50 Uhr +++ In Japan steigt die Furcht vor verseuchtem Essen. Die Regierung wies die lokalen Behörden an, heimische Produkte auf Radioaktivität zu testen. Die Tests erstrecken sich vor allem auf frische Produkte aus Regionen, die mit dem Unfall zu tun haben, sagte Vize-Gesundheitsminister Kohei Otsuka.

04:20 Uhr +++ Aus dem Reaktorblock 2 des japanischen Atomkraftwerks Fukushima ist am Freitag weißer Rauch ausgestiegen. Die Ursache war zunächst nicht bekannt, sagte ein Sprecher der japanischen Atomaufsichtsbehörde. Regierungssprecher Yukio Edano erklärte unterdessen, die Bekämpfung der Probleme im benachbarten Block 3 hätten die höchste Priorität.

04:00 Uhr +++ Feuerwehrmänner aus Tokio sollen beim Kühlen der überhitzenden Reaktoren im Atomkraftwerk Fukushima Eins helfen. Mehr als 100 Helfer seien in der Stadt Iwaki südlich der Anlage in Fukushima angekommen, berichtete der Fernsehsender NHK am Freitagmorgen. Am Nachmittag sollen die Feuerwehrleute damit beginnen, den Reaktor 3 von außen zu kühlen. Ob dies auch bei Reaktor 1 möglich sei, werde geprüft, sagte Regierungssprecher Yukio Edano. Wenn die Aktion gelinge, würde die Situation weniger gefährlich.

03.56 Uhr +++ Eine Woche nach der Naturkatastrophe leiden die Flüchtlinge unter Frost. Mindestens 25 sind schon gestorben.

03:48 Uhr +++ Die Zahl der offiziell bestätigten Todesopfer nach dem Beben und der Wasserwalze in Japan steigt weiter.Die Polizei sprach am Freitagmorgen (Ortszeit) von 6405 Toten.

03.37 Uhr +++ Die Flüchtlinge in der Unglücksprovinz Miyagi wurden von den Behörden aufgefordert, auf die benachbarten Präfekturen auszuweichen. Grund sei der akute Platzmangel in den Notunterkünften.

03:13 Uhr +++ Regierungssprecher Yukio Edano unterstrich, dass Japan weiterhin auf die Hilfe der US-Regierung setze. Es werde laufend besprochen, wie die USA das Land am besten unterstützen könnten. Damit widersprach Edano Medienberichten, wonach US-Hilfe abgelehnt worden sei. “Wir haben nie gesagt, wir bräuchten das nicht“, stellte er klar.

03:12 Uhr +++ Die Messungen der Radioaktivität um das Kernkraftwerk Fukushima Eins soll ausgeweitet werden. “Wir wollen die Beobachtungen in der Umgebung erhöhen für weitere Analysen“, sagte Yukio Edano. Er nannte einen Radius von 30 Kilometern.

03:06 Uhr +++ Angesichts der Reaktorkatastrophe in Japan sieht Grünen-Chef Cem Özdemir die Atomenergie an einem entscheidenden Wendepunkt. “Ich prognostiziere, dass die Atomenergie in Demokratien keine Zukunft mehr hat“, sagte Özdemir.

03:00 Uhr +++ Die am Kernkraftwerk Fukushima Eins gemessene radioaktive Strahlung sei derzeit nicht so stark, dass sie direkte Gesundheitsschäden hervorrufe, sagte Regierungssprecher Yukio Edano.

02:50 Uhr +++ Die japanische Regierung prüft, ob auch Reaktor 1 des havarierten Atomkraftwerks Fukushima Eins von außen mit Wasser gekühlt werden kann. Regierungssprecher Yukio Edano sagte am Freitag, wenn das gelinge, würde die Situation weniger gefährlich. Bislang war nur vorgesehen, das Kühlsystem an Block 1 mittels einer neuen Stromleitung wieder in Gang zu bringen.

02:49 Uhr +++ Aus einem der beschädigten Reaktoren im japanischen Atomkraftwerk Fukushima-Daiichi steigt weißer Rauch auf. Das teilte die japanische Attomaufsichtsbehörde am Freitag mit. Es handele sich um Block 2, sagte ein Sprecher. Die Ursache sei nicht bekannt.

02:28 Uhr +++ Washington (dapd). Die Gruppe der sieben wichtigsten Industriestaaten (G-7) interveniert zugunsten der von Erdbeben, Tsunami und Atomkrise angeschlagenen japanischen Wirtschaft auf den internationalen Devisenmärkten. Die Japanische Zentralbank pumpt Milliarden Yen in den Geldmarkt.

01:16 Uhr +++ Das Kühlen des havarierten Atomkraftwerkes Fukushima Eins mit Löschhubschraubern und Wasserwerfern scheint einen minimalen Erfolg gehabt zu haben. Am Donnerstagabend (20.40 Uhr Ortszeit) sei die Intensität der radioaktiven Strahlung leicht zurückgegangen.

00:58 Uhr +++ In einem dramatischen Kampf gegen einen drohenden Super-GAU setzen die Einsatzkräfte im japanischen Atomkraftwerk Fukushima 1 alle verbliebenen Mittel ein, um die von einer Kernschmelze bedrohten Reaktoren zu kühlen. Die Zahl der Toten stieg eine Woche nach Erdbeben und Tsunami am Freitagmorgen auf 5.692; vermisst gemeldet wurden nach Angaben der Polizei 9.522 Personen.

00:30 Uhr +++ Erdbeben, Wasserwalze, Atom-Gefahr und nun auch noch die Kälte: Die Lage der nach der Naturkatastrophe obdachlosen Japaner wird angesichts eines Wintereinbruchs immer dramatischer. In Turnhallen ohne Heizung kauern Menschen eng aneinander, um sich gegenseitig Wärme zu spenden.

23:00 Uhr +++ Die Befürchtungen bewahrheiten sich: Produktionsausfälle in Japan lassen auch anderswo auf der Welt die Bänder stillstehen. Einer der ersten Leidtragenden ist General Motors.

22.31 Uhr +++ Japan hat offenbar ferngesteuerte Roboter angefordert, um sie in der havarierten Atomanlage Fukushima einzusetzen. “In Deutschland stehen solche Roboter in den kerntechnischen Anlagen zur Verfügung“, sagte Christoph Unger, Präsident des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe den Stuttgarter Nachrichten.

Rubriklistenbild: © AP

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.