Rotlicht-Report

Lockdown treibt Rotlicht-Arbeiterinnen in Freier-Fänge

Eine Dame von zweifelhaftem Ruf steht mit High Heels auf einem roten Teppich.
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Viele Prostituierte sind im Lockdown durchs Raster gefallen, haben keine Corona-Hilfen und Arbeitslosengeld bekommen. (Symbolbild)

Hamburg ist im Öffnungs-Rausch. Viele Gewerbe dürfen wieder öffnen, doch das horizontale bleibt zu. Die Arbeiterinnen rutschen in die Illegalität.

Hamburg – Prostituierte in Hamburg dürfen weiterhin nicht arbeiten. Nachdem viele Gewerbe, wie etwa die Innen- und Außengastronomie, wieder aufmachen durften, bleiben die Bordelle der Stadt geschlossen. Keine Perspektive und keine Sicherheit: Das stürzt viele Arbeiterinnen in eine Existenzkrise.

Da das Geschäft mit der gekauften Liebe boomt, arbeiten viele Frauen weiter – allerdings außerhalb der sicheren Bordellmauern. Sie müssen mit Wohnungen, Hotels und Hinterzimmern vorlieb nehmen. Dabei sind sie ihren Freiern oft hilflos ausgeliefert. Wie ein Bordellbesitzer berichtet, müssen die Arbeiterinnen * dabei auch kriminelle Wünsche erfüllen.

Die Corona-Zwangspause habe viele Kolleginnen und Kollegen in Existenznöte und teilweise auch in die Illegalität getrieben. „Viele Arbeiterinnen sind durch alle Raster gefallen, zum Beispiel weil sie keinen festen Wohnsitz haben“, sagt Johanna Weber vom Berufsverband für erotische Dienstleistungen. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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