Models als schlechte Vorbilder

Das Problem mit "sexy": London stoppt Bikini-Werbung

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Werbung mit "unrealistischen" Körpern verschwindet ab Juli von Londoner Bahnhöfen.

London - Sie sind ein absoluter Blickfang an Bahnhöfen: Große Plakate, auf denen knapp bekleidete Models mit Traumkörpern abgebildet sind. Doch genau diese wird es in London schon bald nicht mehr geben.

In Londons öffentlichem Nahverkehr wird es schon bald keine Werbung mehr mit Models geben, die falsche Idealmaße vorgaukeln und damit vor allem junge Menschen unter Nachahmungsdruck setzen. Ab Juli seien alle Plakate verboten, die eine "unrealistische oder ungesunde Körperform" vermittelten und damit Komplexe auslösen könnten, erklärte Bürgermeister Sadiq Khan am Montag.

Der erst im vergangenen Monat zum neuen Stadtoberhaupt gewählte Labour-Politiker nannte für seine Entscheidung auch persönliche Gründe: Als Vater von zwei Töchtern im Teenager-Alter betrachte er derlei Werbung mit Sorge, erklärte er. Sie könne dazu führen, dass sich Menschen und "insbesondere Frauen" für ihren Körper schämten. Niemand aber solle sich bei der Nutzung von U-Bahn und Bus durch "unrealistische Erwartungen" an seinen Körper bedrängt fühlen.

Po oder Hüfte? Das sind die größten Problemzonen

So schön der Sommer und die Aussicht auf Tage am Strand auch sind - für viele Frauen und Männer bedeutet die Bikini- und Badehosen-Saison vor allem ein besonders kritischer Blick auf den eigenen Körper. Eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Innofact im Auftrag von Bi-Oil unter 1.100 Befragten enthüllt die sieben größten Problemzonen der Deutschen im Sommer 2014. © picture alliance / dpa
Männer Arme
Problemzone Nr. 7: Auf dem letzten Platz landen die Arme. Nur 7,4 Prozent der deutschen Männer und Frauen zeigen diese am Strand ungern. Der Unterschied zwischen Frauen und Männern ist gering. © dpa
Pigmentflecken
Problemzone Nr. 6: An ihren Pigmentflecken stören sich 12,8 Prozent aller Deutschen. Hier sind besonders die Herren empfindlich: 13,4 Prozent empfinden es als peinlich, wenn andere Menschen die Flecken auf ihrer Haut bemerken. Die Damen sind hier mit 12,3 Prozent etwas weniger eitel. © dpa
Hüftgold
Problemzone Nr. 5: Die Hüfte. Auch hier gibt es eine unterschiedliche Wahrnehmung bei den Geschlechtern: 22,7 Prozent der Frauen, aber nur 8,1 Prozent der Männer schämen sich für diese Körperpartie. Insgesamt haben 15,5 Prozent kein gutes Körpergefühl, wenn es um ihre Hüfte geht. © dpa
Po
Problemzone Nr. 4: 21,2 Prozent der deutschen Damen und Herren halten ihren Po für ihre größte Problemzone. Jede dritte Frau in Deutschland (29,5 Prozent) gab an, sich am Strand dafür zu schämen. Bei den Männern versuchen nur 12,7 Prozent, ihr Gesäß nicht den Blicken anderer auszusetzen. © dpa
Beine
Problemzone Nr. 3: Anders sieht es bei den Beinen aus. 32,6 Prozent der Damen zeigen ihre Beine nur ungern, bei den Männern hat dabei nur jeder Zehnte (10,6 Prozent) ein ungutes Gefühl. Insgesamt verstecken 21,7 Prozent der Deutschen ihre Beine am Strand. © dpa
Narben
Problemzone Nr. 2: Auf Platz zwei der Problemzonen landen die Narben auf der Haut. Fast jedem dritten Deutschen (27,1 Prozent) ist es unangenehm, wenn fremde Menschen ihre Narben am Strand sehen können. Der Unterschied zwischen Frauen und Männern ist gering. © dpa
Bauch
Problemzone Nr. 1: Der Bauch. 55 Prozent aller Deutschen finden, dass ihre Körpermitte unvorteilhaft aussieht. Dabei zeigen 65,6 Prozent der Frauen und 44,2 Prozent der Männer diese Partie anderen nur ungern am Strand. © dpa

Im vergangenen Jahr hatte eine Werbung für ein Diätgetränk in der Londoner Tube für öffentliche Diskussionen gesorgt. Sie zeigte ein Model im gelben Bikini und fragte die Betrachter, ob sie schon ihre Strandfigur hätten. Viele Nutzer empfanden die Werbung als "sexistisch".

Die Bademode der letzten 120 Jahre in 94 Sekunden

AFP

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