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Luftmassen-Crash sorgt für Unwetter in Baden-Württemberg

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Von: Franziska Vystrcil

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Den Süden Deutschlands erwarten am Freitag Platzregen, Hagel und Sturmböen. Alle werden vom Unwetter jedoch nicht betroffen sein, wie Meteorologe Bernd Madlener erklärt.

Stuttgart - Auf die Mega-Hitze folgt der große Knall: Unwetter sorgen am Freitag beim Wetter in Deutschland kurzzeitig für Abkühlung. Tief „Imke“ triftt mit seiner Kaltluft auf Sahara-Hitze. Die Folgen des „Luftmassen-Crashs“ bekommt der Süden am Freitagnachmittag zu spüren.

„Bei diesem Luftmassenaustausch drohen zum Teil kräftige Gewitter“, sagt Bernd Madlener, Meteorologe bei wetter.com. Hagel, Platzregen und Sturmböen sind dann lokal möglich. Vor allem der Süden Deutschlands muss sich ab Freitagnachmittag auf einiges gefasst machen.

Unwetterwarnung für den Südwesten

Am Freitag befindet sich das Tiefdruckgebiet Imke noch über Skandinavien und reicht von dort bis zu uns nach Deutschland. Der Süden Deutschlands bekommt davon am Freitag allerdings noch nicht zu viel zu spüren, denn dort ist noch immer die Heißluft aus der Sahara vorherrschend. Die Temperaturen steigen in Baden-Württemberg erneut verbreitet über die 30-Grad-Marke.

Freitagvormittag ziehen die Schauer und Gewitter über die Nordwesthälfte Deutschlands. Hier kann es laut Bernd Madlener durchaus lokal zu Starkregen, Hagel und kräftigen Windböen kommen. „Aber das ist eben nur eine punktuelle Geschichte“, sagt der Meteorologe. Im Südosten darf man sich am Vormittag noch über Sonnenschein und lediglich einzelne Wolken freuen.

Schauer und Gewitter in Frankfurt am Main
Wer am Freitag in Baden-Württemberg unterwegs ist, sollte vorab den Wetterbericht checken. Es werden lokal schwere Unwetter vorhergesagt. © Frank Rumpenhorst/dpa

„Die Kaltfront erreicht abends den äußersten Osten und Südosten und räumt die Hitze weg“, erklärt Bernd Madlener. Bereits am Mittag baut sich durch die schwüle Hitze die meiste Energie in der Mitte sowie im Süden des Landes auf. Dort entstehen dann auch die großen Gewitterwolken, wie der Wetterexperte weiter erklärt. Dort könne es stellenweise zumindest „sehr gut abgehen“. Ähnlich wie am Vormittag im Norden, gibt es dann im Süden lokal Hagel, Starkregen und Sturmböen. Lediglich in Niederbayern soll es ruhig bleiben.

Es wird stürmisch: Lokal kommt es in Baden-Württemberg zu Sturmböen bis 100 Kilometer pro Stunde

Auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt in Baden-Württemberg vor lokalen Unwettern. Ab dem späteren Nachmittag und Abend bis in die Nacht hinein soll es ganz im Süden teils starke Gewitter mit Starkregen bis 25 Liter Regen pro Quadratmeter in kurzer Zeit geben. Der Wind frischt am Freitag allgemein in ganz Deutschland auf, auch außerhalb der Gewitterfronten. Hagel und Sturmböen bis 85 Kilometer pro Stunde sind ebenfalls nicht ausgeschlossen. Dort herrscht zudem erhöhte Unwettergefahr durch heftigen Starkregen bis 40 Liter pro Quadratmeter Regen, größeren Hagel und schwere Sturmböen bis 100 Kilometern pro Stunde.

Am späteren Abend und in der Nacht sinkt nach Osten hin die Gefahr von Böen und Hagel, es kann aber weiterhin über mehrere Stunden stark regnen mit Niederschlagsmengen von bis zu 70 Liter pro Quadratmeter.

Die „Freiluftbackofen-Hitze“ verzieht sich durch die Unwetter vorerst. Jedoch steigen am Wochenende die Temperaturen bereits wieder an und die Sonne zeigt sich vor allem im Süden wieder vermehrt.

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