Im Oktober

Mädchenmörder Dutroux erneut vor Gericht

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Marc Dutroux

Brüssel - Der zu lebenslanger Haft verurteilte Mädchenmörder Marc Dutroux kämpft um seine Freilassung. Er soll im Herbst erneut vor Gericht erscheinen.

Eine ursprünglich für Montag vorgesehene Anhörung wurde auf den 7. Oktober verschoben. Das teilte sein Anwalt Pierre Deutsch beim Verlassen des Brüsseler Justizpalasts mit, wie die belgische Nachrichtenagentur Belga berichtete.

Gerichtspräsident Luc Hennart erklärte, Deutsch habe die Verschiebung beantragt, weil die Unterlagen noch nicht vollständig gewesen seien. Eine Freilassung ist nur auf der Grundlage eines genauen Plans zur Resozialisierung möglich.

Wenn der Antrag einmal wegen fehlender Dokumente zurückgewiesen worden sei, könne er erst nach einer Frist von bis zu 18 Monaten erneut gestellt werden, hatte Hennart am Wochenende laut Belga erläutert.

Damit das Gericht über den Antrag entscheiden kann, muss Dutroux einen Resozialisierungsplan vorlegen. Bereits im Februar war der 56-Jährige vor der Haftprüfungskammer gescheitert. Damals wollte er das Gefängnis gegen den Hausarrest tauschen, überwacht von einer elektronischen Fußfessel.

Dutroux war 2004 zu lebenslanger Haft verurteilt worden, weil er sechs Mädchen und junge Frauen entführt, gefoltert und vergewaltigt hatte. Vier von ihnen starben. Seine Komplizin und damalige Frau Michelle Martin durfte das Gefängnis im vergangenen Sommer verlassen. Sie lebt inzwischen in relativer Freiheit in einem Kloster im südbelgischen Örtchen Malonne.

dpa

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