Mafia verliert 600 Millionen Euro

+
Die Ermittler sicherten Güter im Wert von 600 Millionen Euro.

Rom - Schwerer Schlag für die neapolitanische Mafiraorganisation Camorra: Lesen Sie hier, warum Kaffeekonsum möglicherweise die Bankkonten der Mafia-Clans füllt und was die Behörden beschlagnahmt haben.

Italienische Ermittler haben zwei Mafiaclans der neapolitanischen Camorra jetzt einen Großteil ihrer kriminellen Geschäftsgrundlage entzogen: Güter im geschätzten Wert von etwa 600 Millionen Euro wurden beschlagnahmt - darunter allein 300 Wohnungen der Mafia in Rom.

Wie italienische Medien am Dienstag berichteten, nahmen Sondereinheiten sieben Mafiosi der Clans Mallardo und Casalesi fest, darunter den Boss Feliciano Mallardo. Beide Clans hätten ihre dunklen Geschäfte vor allem in der Hauptstadt betrieben.

Beschlagnahmt, versiegelt oder gesperrt wurden etwa 900 Immobilien und 23 Betriebe, rund 200 Bankkonten sowie Luxusautos. Unternehmen des kampanischen Mallardo-Clans hatten sich in Rom unter anderem auf Bauspekulation, illegalen Großhandel mit Getränken und Medikamenten sowie auf den Betrieb von Wettbüros spezialisiert.

Dabei seien enorme Summen investiert worden, so heißt es. Nicht zuletzt floss schmutziges Geld in das Rösten und den Vertrieb von Kaffee. Sehr viele Bars in Latium und Kampanien mussten den Kaffee dann abnehmen.

dpa

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.