Mordprozess

Mann lockt seine Ex-Freundin in die Wohnung und drückt kaltblütig ab

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Polizeikräfte stehen am 12.08.2016 in Bargteheide (Schleswig-Holstein) vor einem Mehrfamilienhaus.

Unter einem Vorwand hat ein Mann seine Ex-Freundin zu sich nach Hause gelockt. Als sie mit seinen Einkäufen in der Tür stand, schoss er drei mal auf sie. Nun muss er sich vor Gericht wegen Mordes verantworten.

Lübeck - Wegen Mordes an seiner Ex-Freundin steht in Lübeck ein 36-Jähriger vor Gericht. Der Prozess begann am Mittwoch im zweiten Anlauf mit einem neuen Verteidiger. Der erste Prozess war im Mai wegen einer Erkrankung seines damaligen Pflichtverteidigers geplatzt.

Der Angeklagte soll seine Ex-Freundin im August 2016 in seine Wohnung in Bargteheide (Schleswig-Holstein) gelockt und mit drei Schüssen getötet haben. Mit meist gesenktem Kopf verfolgte er nun die Verlesung der Anklage. Darin heißt es, er habe die Frau per SMS gebeten, für ihn Lebensmittel zu besorgen und in seine Wohnung zu bringen, da er noch im Urlaub sei. In der Wohnung habe er der 28-Jährigen aufgelauert und drei Schüsse auf sie abgefeuert.

Täter und Opfer waren rund vier Jahre lang ein Paar, im März 2016 trennte sich die 28-Jährige von dem als gewalttätig geltenden Angeklagten. Das habe er offenbar nicht akzeptieren wollen, sagte Staatsanwalt Nils-Broder Greve. Eine Polizeibeamtin, die als Zeugin vernommen wurde, sagte aus, die Polizei sei häufiger zu Auseinandersetzungen in die Wohnung des Angeklagten gerufen worden.

In dem neuen Prozess müssen sämtliche Zeugen und Gutachter noch einmal gehört werden. Bislang hat das Landgericht Lübeck 13 Verhandlungstage angesetzt und 41 Zeugen sowie zwei Sachverständige geladen. Ein Urteil wird Anfang November erwartet.

dpa

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