Mann vergewaltigt eigene Mutter

Hildesheim - Erst wurde sie jahrelang vom eigenen Vater missbraucht, dann ist eine heute 77 Jahre alte Frau auch mehrfach vom eigenen Sohn vergewaltigt worden.

Das Landgericht Hildesheim verurteilte den inzwischen 55 Jahre alten Sohn wegen der Taten am Montag zu fünf Jahren Haft.

Hintergrund ist eine Familientragödie: Der Angeklagte wurde in einem Inzest seines Großvaters mit seiner Mutter gezeugt. Er wuchs bei seiner Tante auf, die er bis zu seinem 17. Lebensjahr für seine Mutter hielt. Seine leibliche Mutter lernte er erstmals kennen, als er schon über 50 Jahre alt war. Bei einem ersten Treffen zwischen Mutter und Sohn zum gegenseitigen Kennenlernen vergewaltigte der Mann die alte Dame dann mindestens sechs Mal in seiner Wohnung in der Nähe von Hannover.

„In den drei Tagen erlebte Ihre Mutter ein wahres Martyrium“, sagte Richter Peter Peschka zum Angeklagten. Immer wieder verging der Mann sich im Mai 2010 an der wehrlosen Frau. Aus Angst, ihr könne noch Schlimmeres passieren, habe sich die Frau nicht gewehrt. Am vierten Tag durfte die alte Dame dann ihre Tochter anrufen, die sie aus dem Haus des Sohnes befreite.

Zu Prozessbeginn hatte der 55-Jährige die Vergewaltigungen gestanden - zu seinem Motiv für die Taten hatte er sich nicht geäußert. Während des gesamten Prozesses saß er still und in sich gekehrt auf der Anklagebank.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.