Mann vertickt 375.000 selbstkopierte Pornos

Mannheim - Ein 48-Jähriger vom Bodensee hat den großangelegten illegalen Handel mit Hunderttausenden Pornofilmen eingeräumt.

Der Angeklagte bestätigte am Freitag vor dem Landgericht Mannheim im Wesentlichen die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft. Demnach hatte er rund 375 000 Kopien von Pornofilmen herstellen lassen, ohne die dafür notwendigen Rechte zu besitzen. Die Filme hatte er sich bei US-Pornofilmfirmen beschafft. Durch den Verkauf der Werke soll diesen Firmen ein Schaden von gut drei Millionen Euro entstanden sein.

Im Saal des Mannheimer Gerichts für Wirtschaftsstrafsachen geht es sonst um trockene Themen: Insolvenzrecht oder Steuerhinterziehung. Am Freitagmorgen fielen hier nun Begriffe, die manchem Schamesröte ins Gesicht trieben: Filmtitel wie „Big Tit Challenge“ und „The tits that saved X-Mas“ - und es ging noch deutlich tiefer unter die Gürtellinie. Staatsanwalt Adrian Jung verlas einen Auszug aus der Titelliste und an einigen Stellen zuckte mancher Beobachter zusammen.

Da sich die Vorwürfe auf die Jahre 2005 bis 2007 beziehen, winkt dem Mann wegen der langen Verfahrensdauer eine Strafmilderung. In Gesprächen vor dem Prozess gab das Gericht zu erkennen, dass es bei einem umfassenden Geständnis eine Bewährungsstrafe verhängen könnte. Mindestens zwei weitere Verhandlungstermine sind geplant.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.