Mann zerstückelt - zwölf Jahre Haft

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Der Angeklagte Orhan Y. (M.) im Schwurgerichtssaal des Landgerichts in Stade.

Stade - Er hat seinen Mitbewohner erschlagen, zerstückelt und die Leichenteile in Müllbeuteln an den Bahnhöfen Hamburg-Harburg und Buchholz entsorgt.

Für dieses schreckliche Verbrechen hat das Landgericht Stade einen 54-Jährigen wegen Totschlags zu einer Freiheitsstrafe von zwölf Jahren verurteilt. “An der Täterschaft des Angeklagten besteht kein Zweifel“, sagte der Vorsitzende Richter Berend Appelkamp am Freitag.

Die Kammer sah es als erwiesen an, dass der Arbeitslose sein 50 Jahre altes Opfer im Mai 2010 im Schlafzimmer der gemeinsamen Wohnung im niedersächsischen Buchholz tötete. Die Einlassung des Angeklagten sei widersprüchlich und er habe zudem Täterwissen, betonte der Richter. Das Motiv habe aber nicht genau geklärt werden können. Sicher sei, dass sich das Verhältnis der Männer immer weiter verschlechtert habe, weil der Angeklagte seinem Mitbewohner Geld schuldete und ihn bestohlen haben soll.

Mit dem Urteil folgte das Gericht dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte Freispruch gefordert und will Revision einlegen. Der 54-Jährige hatte die Vorwürfe bestritten. Seine Version: Ein unbekannter Mann und eine Frau hätten seinen Mitbewohner in Buchholz umgebracht. Er sei von den beiden gezwungen worden, den zerstückelten Toten zu beseitigen.

dpa

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