Prozess in Niedersachsen

Maschseemord: Tatwaffe gefunden

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Der Maschsee-Mörder soll eine Prostituierte erstochen, zerstückelt und ihre Leiche in den Maschsee in Hannover geworfen haben.

Hannover - Im Fall des Maschseemordes hat die Polizei nun auch die Tatwaffe gefunden. Den mutmaßlichen Täter können die Ermittler damit aber leider nicht überführen.

Knapp ein Jahr nach dem Fund einer zerstückelten Frauenleiche im Maschsee in Hannoverhat die Polizei die Tatwaffe entdeckt. Die Machete sei unter einem Gebüsch in der Südstadt in Hannover gefunden worden, sagte der Vorsitzende Richter am Montag bei der Fortsetzung des Prozesses gegen den mutmaßlichen Täter in Niedersachsen.

Der 25-Jährige soll vor knapp einem Jahr eine Prostituierte in seiner Wohnung erstochen und dann die zerstückelte Leiche in den Maschsee geworfen haben. Hinweise der Freundin des Angeklagten führten zum Fund der Waffe. Doch an der Machete konnten keine DNA-Spuren des mutmaßlichen Täters entdeckt werden

Ein Spurenermittler der Mordkommission erklärte am Montag als Zeuge vor Gericht, dass die Fahnder zunächst auch die Freundin als mögliche Täterin im Visier hatten. Ein von der Polizei angeregter Haftbefehl gegen die 37-Jährige wurde von der Staatsanwaltschaft allerdings nicht erlassen.

Die Freundin wurde nach eigener Aussage vor Gericht von dem Angeklagten dazu gezwungen, bei der Beseitigung der Toten zu helfen. Zur Tatzeit habe sie von dem Mann getrennt gelebt und sich nicht mehr in Hannover befunden. Durch die Befragung eines weiteren Zeugen versuchte das Gericht am Montag, diese Darstellung zu überprüfen.

Am Nachmittag soll dann ein Psychiater ein Gutachten über die Schuldfähigkeit des Angeklagten vortragen. Die Plädoyers in dem Prozess sollte es frühestens an diesem Dienstag und ein Urteil am Mittwoch geben, wenn es nicht wegen der möglichen Vernehmung weiterer Zeugen zu neuen Verzögerungen kommt.

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dpa

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