Massenkarambolage: Mindestens sieben Tote

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Hier sind über 20 Autos und sechs Lastwagen ineinander gerast

London - Bei einem Massenunfall im Südwesten Englands sind am Freitagabend mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen. 51 wurden verletzt.

Es werde befürchtet, dass bei den Bergungsarbeiten noch mehr Tote gefunden würden, teilte die Polizei am Samstag mit. Mit 34 beteiligten Fahrzeugen gilt die Karambolage als eine der schlimmsten in der Geschichte Großbritanniens. Der Autobahnabschnitt in der Nähe von Taunton in der Grafschaft Somerset sollte bis Samstagabend in beide Richtungen gesperrt bleiben. Auch am Tag danach bot sich an der Unfallstelle ein Bild der Verwüstung: In nördlicher Richtung standen zwei Unfall-Lastwagen quer auf der Fahrbahn, umgeben von verkeilten Fahrzeugen.

Die Unfallursache war zunächst unklar. Augenzeugen zufolge herrschte Nebel zum Zeitpunkt des Unfalls gegen 20.30 Ortszeit, kurz zuvor habe es gut eine Stunde lang geregnet. Einige Menschen hätten helfen wollen, konnten sich wegen Rauch und Hitze der brennenden Fahrzeuge jedoch nicht nähern.

“Die eintreffenden Rettungsmannschaften sahen sich sprichwörtlich einem gigantischen Feuerball ausgesetzt“, sagte Anthony Bangham von der Polizei in Avon und Somerset. “Die meisten Fahrzeuge standen in Flammen und brannten für einen beträchtlichen Zeitraum.“

Viele Augenzeugen berichteten von Schockzuständen, nachdem sie die Brände, einklemmten und verletzten Opfer sowie vermutlich tote Menschen gesehen hatten. “Es wird psychologisch noch eine lange Zeit schwierig sein, damit fertig zu werden“, sagte Amanda George, die etwas über 150 Meter vom Unfallort entfernt gestanden hatte. Ihre Kinder hätten zunächst geglaubt, es handele sich um eines der Freudenfeuer, die die Briten alljährlich am Abend des 5. November - der Guy-Fawkes-Nacht - zusammen mit Feuerwerken entfachen.

dpa/dapd

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