Nach 65 Jahren

Rätsel um mysteriösen Skifahrer am Matterhorn gelöst

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Rätsel um mysteriösen Skifahrer in Italien gelöst

Nach knapp 65 Jahren hat die italienische Polizei das Rätsel um einen mysteriösen Skifahrer in den Alpen geklärt. Eine ungewöhnlichen Aktion brachte die Ermittler auf die Spur. 

Turin - Per Facebook hatten die Ermittler zur Identifizierung eines Sportlers aufgerufen, der 1954 am Matterhorn gestorben war. Nach einem Monat meldeten sie am Sonntag den Erfolg: Der Tote sei ein Franzose, der mit 35 Jahren umkam. Seine Nichte, die in Paris lebe, habe auf den Aufruf reagiert, teilte die Polizei in Turin mit.

 Deren Vater - also der Bruder des Skifahrers - habe sich dann zu einem DNA-Test bereit erklärt, womit der Mann identifiziert werden konnte. Der Bruder sei „ergriffen und vor allem überrascht“ gewesen, den Verschwundenen doch noch wiederzufinden.

Erst vor 13 Jahren konnte seine Leiche geborgen werden

Die Leiche war vor 13 Jahren aus dem Gletschereis des Aostatals auf der italienischen Matterhorn-Seite geborgen worden. Die Polizei in Turin hatte mit Hilfe gefundener Gegenstände wie eines zerfetzten Pullovers, Rossignol-Ski, einer verbogenen Brille und einem Gebiss mit Goldfüllungen den Fahndungsaufruf gestartet. „Er war nicht verheiratet, hatte eine interessante Arbeit beim französischen Finanzministerium, lebte in einem eleganten Viertel von Paris und liebte Skifahren und Ausflüge in die Berge“, schrieb die Polizei über den Skifahrer, der nun seine Identität wieder hat.

Seit Wochen ist der Tengelmann-Chef in den Schweizer Alpen verschwunden. Von dem Unternehmer fehlt seit dem 7. April 2018 jede Spur. Die Familie geht davon aus, dass er am Klein Matterhorn bei Zermatt in der Schweiz tödlich verunglückte.


dpa

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